Riders Republic: Der ultimative Outdoor-Spielplatz
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Mit Riders Republic soll noch in diesem Jahr der geistige Nachfolger zur Open-World-Sportsimulation Steep erscheinen. Wann genau, das verriet Publisher Ubisoft nun im Rahmen eines eigenen Streaming-Events im Vorfeld der E3. Auch zu Gameplay, Modi und Spielwelt ließen die Macher noch ein paar Infos verlauten.
Stellt euch die Extremsport-Simulation Steep vor. Nur eben nicht nur mit Skiern und Snowboards, sondern auch Mountainbikes, Wingsuits und Fallschirmen! Dann habt ihr Riders Republic. Der riesige Multiplayer-Outdoor-Spielplatz wurde im vergangenen September im Rahmen einer Ubisoft Forward vorgestellt und sollte Spielern die ideale Möglichkeit bieten, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, in abgefahrenen Wettbewerben miteinander zu konkurrieren und einfach nur jede Menge Spaß zu haben!
Aus dem für Februar 2021 angepeilten Release wurde allerdings leider nichts. Stattdessen wurde der Titel ins nächste Fiskaljahr verschoben. Nun haben sich die Macher von Ubisoft Annecy endlich mit neuen Infos an die Öffentlichkeit gewandt, umfangreiche Einblicke in ihr neues Werk gewährt und dabei gezeigt, worauf sich Multiplayer- und Sport-Fans hier in den kommenden Monaten freuen dürfen.
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Into the Wild
Der Star von Riders Republic (jetzt kaufen / 35,99 € ) ist natürlich die Spielwelt. Die verspricht epische Szenerien, atemberaubende Ausblicke und in klassischer Ubisoft-Manier natürlich: jede Menge zu entdecken und noch viel mehr zu tun. Inspiriert wurde sie dabei von den Vereinigten Staaten, oder besser gesagt sieben der berühmtesten US-Nationalparks wie Yosemite, Bryce Canyon oder Zion. Deren Umgebungen wurden auf Basis von Reliefkarten und GPS-Daten im Maßstab 1:1 nachgebaut. Ihr könnt also Sehenswürdigkeiten wie Angels Landing oder Delicate Arch aus nächster Nähe bewundern oder auf ihnen herumklettern. Das erinnert mit den passenden Kamerafahrten fast ein wenig an die Aussichtspunkte aus Assassin's Creed.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic in der Vorschau. (1)
Statt die Karte freizuschalten, bieten euch die Naturwunder allerdings ein paar nette kleine Lektionen in Sachen Geographie. Zu jedem der insgesamt 45 Wahrzeichen gibt es einen kurzen Text mit lustigen Fun Facts, beispielsweise "Dieser Sandsteinbogen ist auch auf dem Nummernschild des Bundesstaates Utah zu sehen" oder "Hier sind die Parkplätze stets knapp und die Schlange vorm Klo riesig". Von diesen kleinen Infohäppchen abgesehen gibt es aber natürlich noch einiges mehr zu entdecken. Mit Sammelobjekten, Relikten oder Stunt-Herausforderungen wollen euch die Entwickler dazu motivieren, auch abseits der ausgetretenen Pfade auf Erkundungstour zu gehen und Flora und Fauna kennenzulernen.
Dabei könnte euch auch auffallen, dass sich Entwickler Ubisoft Annecy ein paar künstlerische Freiheiten bei der Gestaltung der Spielwelt erlaubt hat. Die Open World von Riders Republic ist keine exakte Nachbildung, sondern eher eine Verschmelzung der Vorbilder, die perfekt auf das Thema Outdoor Extremsport zugeschnitten wurde. Heißt: Ihr könnt in Windeseile von der staubigen Canyon-Landschaft mit perfekten Downhill-Strecken rüber auf den verschneiten Berggipfel voller einladender Felsvorsprünge hüpfen. Selbst die etwas urbaneren Gegenden sind mit Schildern, Rampen und Geländern gespickt, die geradezu zum Tricksen einladen.
Niemals allein, immer online
Navigieren könnt ihr die riesige Karte, die bereits jetzt mit Events zugepflastert zu sein scheint, per Minimap oder Kompass am oberen Bildschirmrand. Wer keine Lust hat, bis zum nächsten Wegpunkt zu laufen, der kann wie in Steep dynamisch zwischen seinen Sportgeräten wechseln. Für weite Strecken stehen auch ein Schneemobil und ein Paraglider zur Verfügung. Oder ihr nutzt eben die Schnellreise-Funktion. Über die erreicht ihr auch ganz einfach den zentralen Treffpunkt des Spiels, die Riders Ridge. In dem Social Hub könnt ihr Tricks lernen, die aktuellsten News checken, Kreationen mit der Welt teilen, wöchentliche Challenges meistern oder euch mit anderen Spielern kurzschließen. Schließlich setzt Ubisoft noch einmal deutlich mehr Fokus auf eine soziale Komponente. "Unser Spiel ist eine Community", erklärten uns die Macher in einer Pressepräsentation. Man kann also wohl davon ausgehen, dass hier zum Launch auf ein Always-On-System gesetzt wird.
Das ist für reine Offline-Spieler zwar ziemlich nervig, bietet dem Rest allerdings die Möglichkeit, so gut wie alle Spielmodi mit anderen Ridern zusammen zu erleben. Und davon gibt es einige! Bisher stellte Ubisoft etwa die Online Cups vor, eine Art Ranked-Multiplayer, in dem ihr um einen Platz auf der globalen Highscore kämpft. Dazu gesellen sich aber auch noch diverse PvP- und Free-for-all-Spielvarianten.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic in der Vorschau. (3)
Ein besonderes Schmankerl sollen die stündlich stattfindenden Massenstartrennen sein. Die bieten genau das, was der Name verspricht: über 50 Teilnehmer, die sich auf einer Strecke tummeln und versuchen, bei all dem Chaos möglichst heil im Ziel anzukommen. Dabei wird fließend zwischen verschiedenen Terrains und Sportarten hin- und hergewechselt. Ihr startet also beispielsweise auf dem Snowboard, switcht dann zum Wingsuit und geht auf dem Fahrrad zum Schlussspurt über! Das klingt auf dem Papier nach einer Menge Spaß, auch wenn PS4 und Xbox One wohl nur mit rund 20 gleichzeitigen Spielern rechnen dürfen.
Im Tricks Battle sind es dann sogar nur zwölf. Hier treten zwei Sechserteams in einer abgesteckten Arena gegeneinander an und müssen die Punktzahl des anderen übertrumpfen. Der Clou: Ähnlich wie im Graffiti-Modus aus Tony Hawk's Pro Skater könnt ihr mit gestandenen Flips, Grinds und Spins ganze Levelabschnitte in eurer Farbe einpinseln und so zusätzliche Multiplikatoren freischalten.
Mehr Arcade als Simulation
Spielerisch erinnert das Ganze unter anderem an die frühen SSX-Spiele aus dem Hause EA. Zumindest das Snowboarden in Riders Republic scheint nicht unbedingt auf Realismus getrimmt zu sein. Viel mehr stehen rasante Action, fette Kombos und krasse Tricks im Mittelpunkt. Die variieren übrigens je nach Sportgerät. Ski, Mountainbike, Wingsuit und Co. verfügen alle über eine eigene Freestyle-Palette mit jeweils zwölf individuellen Spezialmoves.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic in der Vorschau. (4)
Wie genau die sich steuern, das konnten wir leider noch nicht in Erfahrung bringen. Ubisoft versicherte aber bereits, man wolle eine möglichst zugängliche Spielerfahrung bieten. Entsprechend könnt ihr nicht nur eure Tastenbelegung frei wählen, es gibt auch noch zwei unterschiedliche Bedienungsmodi: Im Auto-Modus müsst ihr die Tricks nur beginnen und das Spiel stellt sicher, dass ihr eine perfekte Landung hinlegt. Man greift euch also bei Sprungweite, -höhe und Flugbahn unter die Arme oder unterstützt eure Balance beim Grinden. Im Manuellen Modus habt ihr hingegen die vollständige Kontrolle, eure Erfolge und Misserfolge liegen also ganz allein in euren Händen. Ihr müsst euch selbst um die Position eures Boards oder den richtigen Moment zum Absprung kümmern. Für einen gestandenen Trick bekommt ihr dafür aber auch zusätzliche Boni.
Ich will der Allerbeste sein!
Wer absolut gar keinen Bock auf andere Spieler hat, der kann schließlich auch noch private Sessions mit seinen Freunden starten oder sich voll und ganz der Karriere widmen. Die zeichnet ein recht vertrautes Bild: Ihr seid ein vielversprechendes Jungtalent im Extremsport-Bereich, das den Aufstieg an die Weltspitze packen will. Soweit, so Klischee. Spannend ist, dass ihr dabei zwischen sechs verschiedenen Disziplinen wie Bike Freestyle, Ski Racing oder Rocket Wingsuit wählen könnt, die alle eigene Karrierepfaden bieten. In denen ist mal Geschwindigkeit, mal Geschicklichkeit gefragt. Das sorgt für Abwechslung und ist zudem schick in Szene gesetzt. Wenn ihr mit eurem Mountainbike einen Hügel hinunter rast, euch die Fans am Streckenrand zujubeln und der Kommentator von RidgeTV im Hintergrund auf euren Backflip steil geht, fühlt man sich wie der absolute Superstar.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic in der Vorschau. (5)
Damit ihr der auch wirklich werdet, stellt euch das Spiel noch einen Mentor an die Seite: Brett Nale, Freeride-Veteran und der wohl beste Multi-Sportler aller Zeiten. Der gibt euch einige hilfreiche Tipps, verschafft euch exklusive Sponsorendeals oder Zutritt zu den heißesten Veranstaltungen der Szene. Zu denen gehören auch ganz besondere Boss-Events oder Großereignisse, die teilweise sogar auf echten Wettbewerben basieren. Wer ganz groß rauskommt, darf beispielsweise auch am Red Bull Rampage oder den X-Games teilnehmen.
Für jeden Sieg, für jede abgeschlossene Challenge sammelt ihr Sterne, mit denen ihr wiederum neue Rennen oder neue Ausrüstung freischaltet. Als Multiplayer-Titel legt Riders Republic nämlich natürlich auch enormen Wert darauf, dass ihr euch mit eurem ganz eigenen Style von der Masse abheben könnt. Entsprechend erwarten euch Unmengen an Anpassungsmöglichkeiten - sowohl für euren Charakter als auch euer Sportgerät. Ihr könnt die teuren Markenklamotten von Burton und Rossignol auftragen, euch in Bärchen-Kostüme zwängen oder fesche Emotes zur Schau stellen. Wer es ganz abgefahren haben will, kann sein Mountainbike auch gegen einen fahrenden Hot-Dog-Stand tauschen und damit die Piste hinunter brettern. Die Werte dieser neuen fahrbaren Untersätze sollen sich im Spielverlauf sogar noch weiter verbessern lassen. Jeder passt also zu einem ganz individuellen Spielstil.
Schon wieder Fornite-Look?
Ob einem dieser flippig bunte Stil zusagt, ist natürlich Geschmackssache. Er passt aber in den aktuellen Trend, der zuletzt bereits Destruction Allstars, Roller Champions oder Knockout City hervorgebracht hat. Und ganz ehrlich: In sich wirkte das ganze Setting auch schon echt stimmig, wie eine skurrile Mischung aus Forza Horizon und Tomorrowland. Grafisch haut Riders Republic zwar wohl niemanden vom Hocker, augenscheinlich setzt Ubisoft noch immer auf die ANVIL-Engine, die bereits vor knapp fünf Jahren bei Steep zum Einsatz kam. Wenn wir auf Next-Gen-Konsolen mit den angekündigten 60 Bildern pro Sekunde, 4K-Auflösung und einem dynamischen Wechsel zwischen First- und Third-Person-Perspektive rechnen dürfen, würde uns das fürs Erste aber schon mal reichen.
Ob es tatsächlich so kommen wird, davon können wir uns voraussichtlich bereits in den kommenden Wochen selbst überzeugen. Ubisoft plant nämlich noch vor der finalen Veröffentlichung diverse Beta-Tests, in denen Riders Republic angetestet werden kann. Als neues Releasedatum ist dann der 2. September 2021 angepeilt. Da soll der Outdoor-Extremsport-Spielplatz für PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X und Google Stadia erscheinen. Außerdem wird er ab dem ersten Tag auch im hauseigenen Abo-Service Ubisoft+ enthalten sein.
