Red Faction II

Test

Feuerkraft gehört zu Reptas Spezialitäten. Feuerkraft gehört zu Reptas Spezialitäten. Stellen Sie sich vor, Sie wären Supersoldat, verdammt stolz darauf, Ihrem Diktator zu dienen und auf dem besten Wege, nanotechnisch verbessertes Volks-Idol des 22. Jahrhunderts zu werden. Plötzlich entscheidet sich der oberste Befehlshaber dafür, Sie und 2.000 ähnliche Schergen auszuschalten, aus Angst, seine eigenen Kreationen könnten sich gegen ihn richten. Nur ein Ausweg bleibt Ihnen: Nach Ihrer Flucht verbünden Sie sich mit den Rebellen der Red Faction, die zuvor Ihre ärgsten Feinde waren.

Gewaltsame Absetzung
Sind Sie als Sprengstoffexperte Alias zu Anfang noch für Sopot unterwegs, gilt Ihre Aufmerksamkeit nun der Eliminierung des Tyrannen. Dabei erhalten Sie von fünf Soldaten Schützenhilfe, die sich wie Sie vor der Ermordung retten konnten. Quill ist Scharfschützin, der blauhaarige Shrike für Fahrzeuge aller Art zu haben, Repta wie Alias eher der Mann fürs Grobe und unterstützt vorzugsweise mit schweren Gerät. Tangier wiederum ist auf verdeckte Aktionen spezialisiert, Molov der gemeinsame Anführer der Gruppe. Ab und an treten außerdem Rebellen der Red Faction in Aktion, um Ihnen zur Seite zu stehen.Auf dem Weg zu Sopot bekommen Sie zahlreiche Schauplätze zu Gesicht. Zu Anfang sind es etwa Korridore einer Fernsehstation, wenig später kriechen und kämpfen Sie schon in dunklen Abwasserkanälen oder klettern in zerschossenen Hochhausruinen herum, um mit dem Scharfschützengewehr Rebellen aus der Patsche zu helfen. Herzklopfen kann aber auch auftreten, ohne dass ein Schuss fällt. In einem der Spielabschnitte ist beispielsweise ein langer Eisenbahntunnel die einzige Verbindung zum nächsten Ausgang. Während in Ihrem Rücken bereits die Sirene des Zugs dröhnt, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als unter Druck Mauer für Mauer mit Granaten zu beschießen, um ein Schlupfloch freizusprengen.

Nicht nur per pedes
Außer zu Fuß ist Alias im Verlaufe des Spiels auch in Fahrzeugen unterwegs. Während Sie in Gleiter und Panzer "nur" damit beschäftigt sind, die Bordkanonen zu bedienen, gehorchen U-Boot und Mech komplett Ihren Befehlen. Gerade beim Mech fühlen Sie sich dank der Feuerkraft des tonnenschweren Stahlkolosses fast unbesiegbar. Wehe den Feinden, die sich Ihnen dann als einfache Fußsoldaten in den Weg stellen. Zuvor können Ihnen diese allerdings einen heißen Tanz beschert haben: Sopots Lakaien nehmen Sie gerne in die Zange, werfen mit Granaten und gehen in Deckung, wenn sie unter Beschuss geraten. Ab und an sorgt deren blinde Loyalität allerdings auch für Stirnrunzeln - wer würde sich schon mit einer Pistole bewaffnet einem heranrollenden Panzer entgegenstellen? Feuern Sie allerdings wahllos auf alles, was sich bewegt, hat das Folgen. Eine Karma-Anzeige bestraft penibel, wenn unschuldige Zivilisten durch Sie ums Leben kommen. Dies hat zur Folge, dass Sie nach dem Durchspielen von Red Faction II mit einer wenig heldenhaften Endsequenz bedacht werden. Anders als im englischsprachigen Original bleiben Ihnen in der deutschen Version blutig zu Klump geschossene Gegner erspart. Nach tödlichen Treffern sinken sie mit einem theatralischen Heulen lediglich zu Boden und verschwinden schließlich völlig. Am Spielspaß ändert das jedoch nichts.

Stimmungsvolle
Präsentation
Bereits im Vorgänger von Red Faction II wurde die so genannte Geo-Mod-Engine eingesetzt, um Auswirkungen von Waffen auf die Umgebung zu zeigen. In Red Faction II benutzt Entwickler Volition dieses Werkzeug erneut. Nie ist aber alles zerstörbar, was dem Spieler schnell zeigt, dass er lediglich begrenzten Einfluss auf die Umgebung hat. Während zum Beispiel in einem Teil eines Büro-Komplexes der Fußboden weggeschossen werden kann, ist dies im nächsten Raum schon nicht mehr möglich. Gerade wenn für den Spielverlauf unwesentliche Dinge wie Bäume unbeschadet bleiben, stellt sich die Frage, ob die Geo-Mod-Engine vollkommen ausgereizt wurde. Grafisch präsentiert sich Red Faction II ansonsten eindrucksvoll, mit stimmungsvoller Musikuntermalung haben die Entwickler vor allem an Ihre Ohren gedacht. Die Soundtracks erinnern zum Teil an Filme wie Blade Runner und sorgen besonders in den verwüsteten Außenarealen für Endzeit-Stimmung. Wer Red Faction II schließlich durchgespielt hat, findet im Mehrspielermodus weitere Beschäftigung. Modi wie Team-Deathmatch können Sie aber leider nicht über Xbox Live spielen - maximal vier Spieler über Splitscreen oder der Kampf gegen Bots müssen Ihnen in diesem ansonsten runden Ego-Shooter ausreichen.

Bildergalerie: Red Faction 2
Bild 1-3
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Wertung zu Red Faction 2 (XB)

Wertung:

85 /10

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