Der Raketenrucksack sorgt für höhere Sprünge und mehr Spaß.
BESSER ALS JAK & DAXTER?
Bis auf die Ähnlichkeiten in der Optik kann man die beiden Spiel eigentlich überhaupt nicht miteinander vergleichen. Ratchet & Clank wirkt eher, wie ein Sammelsurium der besten Ideen der letzten Jahre. Spielerisch kommt man sich stellenweise eher wie in einem neuen Teil der MDK-Serie vor. Die vielen Waffen und das planerische Vorgehen in den Levels, die überraschenden Mini-Spielchen und die witzigen Dialoge reichen locker an Shinys Titel heran. Auch technisch gibt man sich keine Blöße. Riesige Welten, in denen nicht ein einziges Mal nachgeladen werden muss, hervorragende Animationen, grandiose Effekte und dennoch bleibt die Grafik meist flüssig. Slowdowns treten nur bei größeren Zerstörungsorgien auf und trüben das Gesamtbild nahezu überhaupt nicht. Zwischen den einzelnen Planeten lädt die PS2 zwar kurz nach, hier wird zum Ausgleich aber die Fahrt im Raumschiff illustriert. Die Deutsche Vertonung ist gelungen, auch wenn ähnliches gilt, wie für Jak & Daxter: Wer ein wenig Englisch versteht und sich die besseren Synchronstimmen nicht entgehen lassen will, der sollte unbedingt auch auf die Originalsprache wechseln.
KRITIK
Normalerweise müssten jetzt an dieser Stelle die negativen Eigenschaften des Spiels stehen, aber man muss schon akribisch suchen und pedantisch finden. Die seltenen Slowdowns trüben keinesfalls den Spielspaß, einige frustrierende Stellen gehören zum Spieleralltag dazu. Allenfalls der, auf den zweiten Blick, sehr lineare Spielablauf könnte Jak & Daxter-Fans etwas stören, aber angesichts der sonstigen Perfektion, die hier geboten wird, kann man das kaum ernsthaft als Kritik anführen. Unbedingt zu erwähnen ist die Musik, die mit Ihrer Einfachheit schon fast an die typischen Nintendo-Melodien erinnert, aber etwas moderner gehalten ist. Immer dezent im Hintergrund, und doch hört man gerne hin.
