Die KI der eigenen Leute ist überragend. Sie suchen ständig selbst Deckung!
Da es sich bei Black Arrow nicht um den Nachfolger von Rainbow Six 3 handelt, sondern um ein eigenständiges Add-on, hat sich am Spielprinzip nichts verändert: Noch immer steuert man Ding Chavez, der zusammen mit seinen drei Kollegen die Sondereinsatztruppe schlechthin bildet. Aus der Ego-Perspektive manövriert man sich und seine Kameraden durch zehn neue Levels des Kampagnen-Modus, rettet Geiseln, schaltet Bösewichter aus und entschärft Bomben.
Überragende KI
Den Kollegen können dabei mittels Controller oder Headset eine Vielzahl von Befehlen (z. B. Räume einnehmen, Türen aufsprengen, Bomben entschärfen etc.) erteilt werden, die dann auch umgehend umgesetzt werden. Die künstliche Intelligenz der Mitspieler ist dabei wieder hervorragend: Die Kollegen suchen selbstständig Deckung, befolgen postwendend die erhaltenen Befehle und schalten gefährliche Feinde ohne Zögern aus. Interessanterweise wurde bei Black Arrow auch die KI der Gegner verbessert. Die Terroristen verhalten sich jetzt wesentlich realistischer und agieren in den Gefechten schlauer als noch im Quasi-Vorgänger. Das hat zur Folge, dass der Schwierigkeitsgrad nochmals zugelegt hat und das Spiel somit schon auf der einfachsten Schwierigkeitsstufe ziemlich anspruchsvoll ist. Leider gibt es in einigen Einsätzen auch wieder die ungeliebten Trial&Error-Stellen: Es kann durchaus vorkommen, dass man an einigen Passagen sein komplettes Team verliert, nur weil man von einem Feind hinterlistig überrascht wird und keine Möglichkeit hat, entsprechend schnell zu reagieren.
Gleiche Technik, mehr Umfang
Auf technischer Seite hat sich leider nichts getan: Die Grafik ist immer noch hübsch, kann aber aufgrund der streckenweise sehr verwaschenen Texturen und kahlen Umgebungsgrafik nicht mehr ganz überzeugen. Der knackige und mit einer fantastischen Subwoofer-Unterstützung ausgestattete Sound ist immer noch überragend. Beim Mehrspieler-Modus haben sich die Entwickler dagegen richtig ins Zeug gelegt: Neben einem neu hinzugefügten Splitscreen-Modus (Kooperativspiel mit einem Freund) und dem schon bekannten System Link gibt es bei Black Arrow eine umfangreiche Xbox-Live-Unterstützung: Neben 14 neuen Mehrspielerkarten (plus fünf alten Maps) gibt es zwei neue und spaßige Spiel-Modi (Totale Eroberung und Bergung), die für Abwechslung sorgen. Außerdem kann man bei Black Arrow die Claneinstellungen komfortabler denn je organisieren und sämtliche Clan-Wars-Angelegenheiten direkt über Xbox Live ausmachen. Besser gehts nicht!
