Vor Jahren ist dieser Titel schon für Segas Dreamcast und die PlayStation 2 erschienen. Von der eingefleischten Fangemeinde abgesehen, hat es REZ jedoch nie zu einem Bestseller-Erfolg geschafft. Und das ist wirklich schade, denn REZ ist eigentlich ein Kunstwerk. Was auf dem ersten Blick aussieht wie ein stinklangweiliger Fadenkreuz-Shooter mit Vektorgrafik, entpuppt sich nach einiger Einspielzeit als audiovisuelles Meisterwerk. Musik und Sound ergeben nämlich eine perfekte Symbiose. Jeder Schuss, den Sie abfeuern,
ergänzt die Hintergrundmusik. Dringen Sie in den nächsten Abschnitt vor, erhöht sich die Gesamtzahl der Hintergrundbeats. Wenn Sie durch Extras Ihre Spielfigur aufwerten, ändert sich die Schussmelodie. Verknüpft wird all dies mit der trancigen Grafik. Der komplette Soundtrack wurde von japanischen DJs komponiert und ist extrem mitreißend, sodass auch Leute ohne Vorliebe für Trance-Musik beim Mitwippen erwischt wurden.
Wir übertreiben nicht, wenn wir behaupten, dass REZ ein Kunstwerk ist. Darüber hinaus ist es auch eine Meditationsübung und Musikvideo. Wer sich von der Grafik und den Beats packen lässt, taucht in Sphären ab, die wohl sonst nur Apotheker mit einem Hang zur Experimentierfreude erleben dürfen.
Preis: 800 Microsoftpunkte (9,60 Euro)
Spieler: 1
