Pure Football soll reiner Fußball sein? Eher ein purer Reinfall! Wir zeigen Ubisofts Straßenkick beim Test die rote Karte.
Pure Football kommt in grafi scher Hinsicht einige Jahre zu spät und wirkt wie ein PS2-Spiel.
Mit Lukas Podolski als Zugpferd will auch Ubisoft von der WM-Euphorie profi tieren und seinen Street-Soccer-Titel Pure Football unters Volk bringen. Der Umfang des Spiels ist sehr überschaubar. Außer an Freundschaftsspielen könnt ihr euch noch an einer Kampagne versuchen. Letztere ist immerhin gut durchdacht. Mit einem selbst erstellten Spieler sowie einem selbst erstellten Team müsst ihr euch gegen 17 Nationalmannschaften behaupten. Dafür reist ihr an verschiedene Schauplätze und beweist euch gegen die Konkurrenz. Ihr verbessert euer Team, indem ihr euch neue Spieler an Bord holt. Diese Kicker schaltet ihr frei, indem ihr spezielle Bedingungen in den Matches erfüllt.
AUF DEM WEG ZUM STAR
Stoppt die Anzeige im richtigen Bereich für gefährliche Torschüsse.
Außerdem erhaltet ihr für gelungene Aktionen in den Matches Erfahrungspunkte, mit denen ihr die Attribute eures Spielers verbessert. Obwohl die Kampagne sehr interessant konzipiert ist, springt der Funke auf dem Rasen nicht über. Das liegt in erster Linie an der uninspirierten Steuerung von Pure Football. Eure Spieler bewegen sich sehr unpräzise über den Rasen. Erfolgreiche Flanken und satte Torschüsse zeigt ihr, indem ihr den Pfeil auf der Schussanzeige im richtigen Bereich stoppt – das kann selbst ein dressierter Schimpanse. Zudem pennt die KI eurer Mitspieler permanent. Dazu kommt die alberne Foul- Anzeige. Je unfairer ihr zu Werke geht, desto mehr füllt sich diese. Ist sie voll, pfeift der Schiedsrichter bei eurem nächsten Foul einen Elfmeter gegen euch, auch wenn die Aktion nicht in eurem Strafraum stattfand. Darüber hinaus sehen die Animationen unfertig aus und es ruckelt regelmäßig derbe.
