Import-Test: Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy

Test

Gegner + Gasflasche = große Schmerzen! Gegner + Gasflasche = große Schmerzen! Schon Darth Vader wusste um die Vorzüge der Gedankenkräfte. Unliebsame Widersacher wurden kurzerhand per unsichtbarem Würgegriff zur Strecke gebracht und die Einrichtung von Räumen war dank Telekinese eine Sache von wenigen Minuten. Spätestens seit Star Wars hat wohl jeder mal den Wunsch gehabt, über diese außergewöhnlichen Fähigkeiten zu verfügen. Midway erfüllt diesen Traum jetzt mit Psi-Ops, zumindest in Form eines Videospiels. Dessen Hauptdarsteller Nick Scryer hat nämlich eben diese Talente und sogar noch einige weitere Tricks auf Lager. Dummerweise kann er sich zu Beginn des Spiels nicht daran erinnern. Da trifft es sich gut, dass ihm in der frisch bezogenen Gefängniszelle eine vollbusige blonde Schönheit die Tür öffnet und ihm eine Waffe in die Hand drückt ... Es ist an der Zeit, aus dem Verlies auszubrechen, sich über die eigene Vergangenheit klar zu werden und nebenbei natürlich auch gleich noch die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Okay, das klingt ein wenig abgedroschen, aber das ist noch gar nichts im Vergleich zu dem, was Midway dem Spieler im weiteren Verlauf von Psi-Ops alles präsentiert. Glücklicherweise nimmt sich der Titel selbst nicht allzu ernst und oft genug wird
die hanebüchene Story augenzwinkernd erzählt.

Was bin ich?
Wesentlich überraschender als die Story ist der Spielinhalt. Midways Ankündigung, in Zukunft weniger, aber dafür bessere Spiele auf den Markt zu bringen, wird mit Psi-Ops eindrucksvoll untermauert. Insgesamt sechs außergewöhnliche Fähigkeiten stehen Nick zur Verfügung, allerdings gilt es erst einmal, diese Fähigkeiten zu erlernen. In Rückblenden erinnert sich der kantige Soldat an seine Trainingsstunden, die sogleich als Tutorial für den Spieler herhalten. Telekinese kam zwar bereits in anderen Spielen zum Einsatz, wurde allerdings noch nie so gut eingebaut wie hier. Hat man das Objekt der Begierde erst einmal im Griff, bewegt man es mit dem rechten Analogstick frei durch den Raum oder schleudert es mit etwas Schwung in eine bestimmte Richtung. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten im Spiel, die unbedingt genutzt werden sollten. Ob man einen Gegner nun in ein explosives Fass wirft oder das Fass auf den Gegner schleudert - im Verlauf des Action-Titels sind der sadistischen Fantasie des Spielers kaum Grenzen gesetzt. Vor allem in Kombination mit den weiteren Fähigkeiten wird Psi-Ops zur Spielwiese für skrupellose, experimentierfreudige Zocker. Pyrokinese steckt alles in Brand, per Mind-Control übernimmt man einen Gegner und zeigt den Kollegen, was der Begriff Friendly Fire bedeutet. Ebenfalls praktisch, allerdings im Verlauf des Spiels kaum genutzt, ist die Möglichkeit, seinen Körper kurzzeitig irgendwo zu parken und in Form des eigenen Geistes sogar durch verschlossene Türen zu schweben. Etwaige Fallen und überraschende Gegner werden dadurch schnell entlarvt. Zu guter Letzt erhält Nick noch ein zweites Gesicht. Per Aura View versetzt sich Nick in eine Art Zwischenwelt, in der sonst unsichtbare Wesen oder gar Minen schnell ausgemacht sind. Diese besonderen Fähigkeiten funktionieren aber nur unter einer Bedingung - Nicks Gehirn muss mit Energie versorgt sein. Simpler Traubenzucker reicht dafür bei weitem nicht aus, also müssen bestimmte Powerriegel her oder man zapft gefallene Gegner an.

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