Dieses Spiel findet vor leeren Rängen statt.
Trainer, heißt es, müssen ein bisschen masochistisch veranlagt sein: Bei Misserfolgen sind immer sie schuld, und so schnell wie in diesem Beruf verliert man wohl selten den Job. Auch wer Premier Manager 2002 spielen will, sollte ein klein wenig zum Masochismus neigen, so nervenaufreibend ist diese Manager-Simulation. Das liegt aber leider am Spiel selbst, nicht am Thema des Spiels. Eigentlich ist es ja ganz nett gemacht: Wo andere Managerspiele recht unpersönlich daherkommen, gibt es bei diesem immer Interaktion mit animierten Spielfiguren. Man redet mit dem Trainerassistenten, dem Vereinsvorstand und anderen wichtigen Leuten. Allerdings ist das grafisch auf ziemlich niedrigem Niveau, wodurch die Freude schnell vergeht. Und auch sonst fehlt es an vielem: Es gibt so wenig Optionen, dass man eigentlich kaum Einfluss auf das Spielgeschehen hat. Man kann gerade mal die Mannschaftsaufstellung, die Formation und das Spielverhalten der Mannschaft einstellen. Bei den Matches selbst gibt es eine wenig aussagekräftige Übersicht, die Höhepunkte kommen allerdings als 3-D-Animationen. Die Spieler sehen dabei recht primitiv aus, einzig ihre Bewegungen sind ganz gut gelungen. Insgesamt legt der Fußball-Manager mehr Wert auf wirtschaftliche Aspekte. Allerdings sind auch hier die Möglichkeiten nicht gerade überwältigend. Man kann das Stadion ausbauen, das Marketing verwalten, Ticketpreise festlegen viel mehr nicht.
Bildergalerie: Premier Manager 2002
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