Dieses
Monument bereinigt Crypto-Pokémon. Ihr bekommt eine SMS geschickt, sobald der Prozess beginnen kann.
Der Herbst lässt nicht nur ein laues Lüftchen über das Land wehen, sondern bringt endlich auch den dunklen Sturm in die Laufwerke der GameCube-Besitzer. Im neuesten Pokémon-Abenteuer von Genius Sonority, die bereits mit dem Vorgänger Pokémon Colosseum für Furore sorgten und derzeit am DS-Knobler Pokémon Torouze basteln, schlüpft ihr erneut in die Rolle eines Jungen, auf dessen Schultern das Schicksal von Orre lastet. Worauf wartet ihr? Krallt euch alle Crypto-Pokémon!
Déjà-vu
Im Gegensatz zu den klassischen Pokémon-Rollenspielen für den Game Boy erkundet ihr in Pokémon XD keine zusammenhängende Landschaft, sondern besucht in linearer Abfolge zahlreiche in sich abgeschlossene Gebiete. Häufig müsst ihr in frühere Regionen zurückkehren, um dort Gespräche einzuleiten und damit die Handlung voranzutreiben.
Die Story greift auf Altbekanntes zurück, denn erneut treibt ei-ne schurkische Crypto-Organisation ihr Unwesen: Die Bösewichter sind dabei, ein düster gesinntes Exemplar des Flug-Pokémons Lugia zu erschaffen und die Herzen harmloser Pokémon zu versiegeln, um sie zu gehorsamen Kampfmaschinen abzurichten. Ziel der Bande ist es, wie sollte es anders sein, die Weltherrschaft an sich zu reißen!
Rückblende
Dank Krallmaschine und Aura-Reader seid ihr bestens gewappnet!
Bei den dunklen Crypto-Wesen handelt es sich um Pokémon, die mit spe-ziellen Attacken gegen Otto Normal-Pokémon antreten. Zu erkennen sind die seelenlosen Viecher an einer funkelnden Aura, die sie während des Kampfes umgibt, sowie am Zusatz "+" in der Levelanzeige. Um die Crypto-Pokémon aus den Klauen der Gangsterorganisation zu befreien, bedient ihr euch ei--nes speziellen "Aura-Readers". Dieses Gadget alarmiert euch, sobald ein Crypto-Pokémon die Arena betritt.
Schnappen könnt ihr diese Exemplare aber wie gewohnt erst dann, wenn ihr sie zuvor mit Angriffen eurer sechs Team-Pokémon schwächt. Auch die bekannten Statuszustände wie Paralyse oder Frost können euch beim Krallen dieser Viecher behilflich sein. Allerdings ist die Prozedur selbst dann noch nicht abgeschlossen, sobald ihr die Pokémon per Krallball geschnappt habt.
Gefangene Crypto-Monster müssen zunächst bereinigt werden, bevor sie voll einsatzbereit sind. Dies geschieht, indem ihr sie häufig in Kämpfe schickt oder sie bei Teameinsätzen mitnehmt. An einem geheimnisvollen Felsen erhalten die Monster letztlich ihre Erfahrungspunkte und Attacken zurück und entwickeln sich mit etwas Glück eine Evolutionsstufe weiter.
Ausufernd
Die bösen Jungs der Crypto-Organisation warten auf eine Abreibung.
Im Laufe des umfangreichen Soloabenteuers sammelt ihr neuerdings 50 so genannte Pokémon-CDs, die jeweils einen Kampf mit vorgegebenen Bedingungen repräsentieren. Im Falle eines Sieges werdet ihr mit wertvollen Items belohnt - etwa mit Ultrabällen oder einem Säckchen Poké-dollars. Echte Pokémaniacs wird es freuen, dass es wieder die Möglichkeit gibt, die trainierten Monster aus den Editionen Rubin, Saphir, Blattgrün, Feuerrot und Smaragd per GameCube-Linkkabel in Pokémon XD zu transferieren (Achtung: Der DS unterstützt den Datenaustausch leider nicht!).
Zudem könnt ihr mit nur einem Controller hitzige Multi-player-Gefechte austragen. Das ist zwar nur halb so spaßig, da der zweite Trainer mit computergenerierten Pokémon vorlieb nehmen muss, aber eine gelungene Beigabe sind die Duelle allemal. Technisch macht Pokémon XD einen durchwachsenen Eindruck: Die Charaktermodelle wirken aus der Nähe betrachtet polygon- und detailarm, dafür sind die Lichteffekte (umherwirbelnde Staubpartikel, Hitzeflimmern, etc.) allesamt klasse. Pokémon-Fans werden sich in der "Xtra-Dimension" rasch heimisch fühlen - und dies ist trotz weniger Neuerungen die Hauptsache!
