Dass gute Videospiele Liebe fürs Detail brauchen, wissen auch die Pokémon-Entwickler und sind daher stets bemüht, neue, phantasievolle Wesen zu kreieren. Pokémon-Experte Wenlok Holmes aus dem PokéWiki analysiert für euch, was die Designer sich bei Exemplaren wie dem Glücksbringer Chaneira oder Arceus, dem Schöpferwesen der Pokémon, gedacht haben und erklärt euch, warum diese Pokémon sind, wie sie sind.
Chaneira – Das Lebens-Ei
Quelle: The Pokémon Company
Das Ei-Pokémon Chaneira ist ein wahrer Hort an Lebensenergie.
Dass Eier Leben in sich tragen, wird seit jeher in der Symbolik vieler Kulturen verarbeitet; das buntbemalte Osterei ist nur ein Beispiel. Aber auch die Pokémon-Designer haben dieses Thema im rosa Ei-Pokémon Chaneira verarbeitet, das in vielerlei Hinsicht nur so vor Lebensenergie strotzt: Mit dem höchsten KP-Wert aller Pokémon steckt nämlich wortwörtlich jede Menge Vitalität in Chaneira und seiner Evolutionsfamilie. Dass es dafür die niedrigste Verteidigung hat, ist auch nicht weiter verwunderlich: Wer mal auf ein Ei eingeschlagen hat, wird dies bestätigen können – Chaneira ist eben zerbrechlich. Dies zeigt sich vor allem in seiner stärksten Attacke, dem Risikotackle: Zwar wird der Gegner mit enormer Wucht angegriffen, aber das fragile Taschenmonster nimmt dabei auch selbst großen Schaden.
Die Lebenskraft, die es in sich trägt, gibt Chaneira aber auch gerne weiter. Es ist in den Spielen und im Anime bekannt für seine heilenden Kräfte und für seine Rolle als Gehilfin an der Seite von Krankenschwester Joy. Mit Attacken wie Heilung, Heilwoge oder dem ihm ganz eigenen Weichei und Fähigkeiten wie Heilherz kann es sich und anderen Gutes tun, indem es KP oder Statusveränderungen heilt. Und selbst ein besiegtes Chaneira hat noch viel positiven Nutzen, gibt es doch demjenigen, der es kaputt kriegt, einen enormen Wachstumsschub in Form massig vieler Erfahrungspunkte.
Autor: Wenlock Holmes, pokewiki.de
