Import-Test: Pokémon Diamond & Pearl

Test Christoph Kraus

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE So ausgerüstet macht die Erforschung von Shin'ô, einer Region, die weit größer als die meisten bisherigen Pokémon-Schauplätze ist, gleich viel mehr Spaß. Ansonsten hat sich nicht besonders viel geändert: Noch immer löst man genretypisch simple Rätsel, besiegt einen der acht Arenaleiter nach dem anderen und erhält zur Belohnung Items, die das Vorankommen in Richtung des nächsten ermöglichen. In Sachen Vielfältigkeit geizt Nintendo aber nicht, schließlich werden die Vorgänger, was die Anzahl verfügbarer Items, Attacken oder Pokémon betrifft, wieder einmal restlos übertroffen. Das Gamedesign folgt damit dem Stichwort, das auch den Pokémon selbst zugrunde liegt: Evolution.

Wenn ich groß bin, werde ich ein Raichu

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Der Pokédex - vor zehn Jahren hat er neu definiert, was ein "umfangreiches Spiel" ist. Genau wie heute Diamond und Pearl erschienen die ersten Pokémon-Titel in zwei Editionen und nur durch das eifrige Sammeln und Tauschen mit Freunden konnte man den Pokédex vervollständigen. Das letzte Pokémon, Mew, gab es sogar nur bei speziellen Werbeveranstaltungen von Nintendo.

Kurzum: Noch nie zuvor musste man so viel Engagement und Zeit in ein Spiel investieren, um es wirklich komplett zu absolvieren. Und was die ersten Editionen damals forderten, wirkt geradezu mickrig gegen den gigantischen Pokédex der Diamond- und Pearl-Edition. Ist im Laufe des eigentlichen Abenteuers erst mal nur von überschaubaren 150 Pokémon die Rede, so erhöht das erste Durchspielen die Gesamtzahl - und damit das ultimative Ziel des ambitionierten Spielers - auf beinahe 500!

Und schon längst reicht es nicht mehr, nur die beiden DS-Editionen zu spielen. Einen Großteil der gesuchten Pokémon gibt's nur in den fünf bereits erschienen Game-Boy-Advance-Titeln. Für einige muss man sogar noch einmal die GameCube-Spiele der vergangenen Jahre aus dem Schrank holen. Im Spiele-Komplex Pokémon ist eben alles miteinander verbunden!

Ein Lugia beispielsweise gibt es nur in Pokémon XD - es kann von dort aber in ein GBA-Spiel und dann wiederum in Diamond oder Pearl übertragen werden. Wer sich wirklich vornimmt, den Pokédex zu vervollständigen, steht also vor einer Aufgabe, die ohne den tatkräftigen Einsatz von Pokémon-begeisterten Freunden problemlos 400 Spielstunden und mehr in Anspruch nehmen kann - verteilt auf neun komplette Spiele und drei Konsolen. Die für die Zukunft geplanten Verbindungsmöglichkeiten zu weiteren Pokémon-Titeln für Wii und DS noch nicht mit eingerechnet. Und da heißt es noch, Handheld-Konsolen wie der Nintendo DS seien nur für kurzfristige Unterhaltung und nicht für umfangreiche Abenteuer geeignet.

Einer gegen alle - und alle gegen mich

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE In Pokémon: Diamond und Pearl wird erstmals die ganze Welt zu einer potenziellen Kampfarena. Dank Nintendo Wi-Fi Connection können Freunde nun endlich online gegeneinander antreten und dabei sogar während des gesamten Kampfes per Voice-Chat kommunizieren. Die Umsetzung ist dabei genauso komfortabel wie die Offline-Duelle, die natürlich auch weiterhin möglich sind. Schade ist jedoch, dass es keine Möglichkeit gibt, gegen fremde Trainer anzutreten.

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