Payday 3 im Test: Der Heist-Shooter tritt auf der Stelle!

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Payday 3 im Test: Der Heist-Shooter tritt auf der Stelle!
Quelle: Starbreeze Studios/Deep Silver

In unserem ausführlichen Test hatten wir viel Spaß mit Payday 3. Warum der Shooter bisher dennoch viel Potenzial liegen lässt, erfahrt ihr hier.

Planung - lautloses Vorgehen - Reichtum! So schaut für uns die logische Reihenfolge bei einem Raubüberfall aus. Auch in der Fortsetzung der Shooter-Reihe Payday laufen manche Heists genauso ab. Hin und wieder endet das Ganze aber in: Planung - absolutes Chaos - Massenmord. Genau das lieben die Fans an den Vorgängern und mit Payday 3 wird die Marke nun seit dem 21. September fortgesetzt. Wir haben den Stealth-Shooter in den letzten Tagen ausgiebig getestet und dabei lagen großer Spaß und große Frustration eng beisammen.

Das liegt nicht daran, dass auch bei uns zwischendurch die Pläne über Bord geworfen werden mussten und wir uns wilde Schießereien mit Einsatzkräften leisteten, sondern an dem massiv verschwendeten Potenzial, das der dritte Teil der Reihe eigentlich besitzt. Dazu gesellen sich noch deftige Serverprobleme und ärgerliche Bugs, die einem das Leben extrem zur Hölle machen. Schon einmal vorab: Selten haben wir uns mit einer endgültigen Wertung so schwergetan wie bei Payday 3 (jetzt kaufen 8,89 € / 26,99 € ). Doch fangen wir einmal ganz vorne an.

Alte Bekannte

Im Mittelpunkt steht die Story zwar nicht - das Hauptaugenmerk liegt eher auf den verschiedenen Vorgehensweisen -, aber dennoch bekommen wir eine Geschichte geboten. Zwischen den Raubzügen erfahren wir in Dialogen unserer Hauptcharaktere, um was es eigentlich geht und welche Überfälle als nächstes anstehen.

Die Zwischensequenzen werden im Stile eines Cinemagramms erzählt. Das bedeutet, wir lauschen den Gesprächen unserer Figuren, während wir Standbilder inklusive kleinerer Bewegungen im Hintergrund betrachten.

Wer die Vorgänger gespielt hat, erkennt auch sofort bekannte Gesichter. Die Protagonisten Dallas, Chains, Wolf und Huxton kehren nämlich erneut zurück. Eine Blockbuster-Story braucht aber dennoch keiner erwarten. Vielmehr dienen die Sequenzen als Hintergrundinfos zu den Aufträgen. Das ist ein bisschen schade, denn eine packende Geschichte würde ziemlich gut zum Heist-Shooter passen.

Vier Charaktere stehen bei Sonnenuntergang vor der Skyline einer Stadt Quelle: Starbreeze Studios

Schauplätze als Highlight

Stattdessen geben uns die verschiedenen Auftraggeber zusätzlich vor den acht Missionen noch ein paar Details zu den Locations mit auf den Weg. Bei einer springt tatsächlich der Rapper und Schauspieler Tracy Morrow, besser bekannt als Ice-T, als unsere Kontaktperson ein.

Die Schauplätze sind allgemein das große Aushängeschild von Payday 3. Von einer klassischen Bank über einen Juwelier bis hin zu einem Nachtclub inklusive unterirdischer VIP-Area sorgen die Maps für ordentlich Abwechslung. Verschiedene Stockwerke, Lüftungsschächte und Treppenhäuser bringen auch vertikales Gameplay in die Bereiche.

Wenn wir zusammen mit anderen Spielern einen Überfall starten, müssen wir daher meistens während der Aufträge festlegen, wer welche Areale der Karte betritt und überwacht. In öffentlichen Zonen können wir uns beispielsweise ohne Probleme aufhalten, in privaten Räumen sollten wir uns dagegen vor Überwachungskameras sowie Securitys vorsehen. Und dann gibt's noch komplett abgesperrte Bereiche, in denen uns keiner entdecken darf.

Schießerei zwischen Räubern und Einsatzkommando in einem Banktresor Quelle: Starbreeze Studios

Das gilt zumindest so lange, bis wir unsere Maske aufziehen. Denn ab diesem Zeitpunkt ist es vorbei mit der Heimlichtuerei. Aber dazu kommen wir später noch, schließlich bietet uns auch der neue Teil wieder die Möglichkeit, lautlos oder mit Waffengewalt vorzugehen. Interessant ist dabei, dass die Räume immer wieder anders angeordnet sein können.

Die Schauplätze erscheinen ordentlich lebendig. Es herrscht reger Betrieb und ständig marschieren Leute heraus und wieder hinein. Das erschwert den Überfall deutlich, denn wir dürfen die Passanten auch außerhalb der Gebiete nie außer Acht lassen. In den Gebäuden haben zumindest die meisten NPCs ihren vorgeschriebenen Bewegungsradius, um die Laufwege abschätzen zu können.

Das allgemeine Setting und die Locations erinnern stark an die Hitman-Reihe. Doch Agent 47 behält allein aufgrund der Masse an Möglichkeiten und der authentischen Spielwelt deutlich die Nase vorne. Payday 3 wirkt dazu im Vergleich um einiges steriler und vorhersehbarer. Was uns nun auch zum nächsten Punkt bringt: dem enormen Potenzial, das erneut recht leichtfertig verschwendet wird.

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