Voll in die Hose gegangen: Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie
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Der Gamesmarkt ist ein hartes Pflaster. Im Wettbewerb um die Gunst der Spieler ziehen Entwickler und Publisher mit immer größer werdenden Marketingbudgets zu Felde. Einige Werbekampagnen verfehlen allerdings ihre Wirkung, schlimmer noch: Sie gehen unerwartet nach hinten los. Wir lassen heute die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Branche Revue passieren.
Was vor über 30 Jahren als Spielzeug für Nerds begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem bedeutenden Industriezweig. Heute sind Videospiele längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und sorgen weltweit für Milliardenumsätze. Entwicklerstudios, die in Garagen und Hinterhöfen geboren wurden, residieren heute in Großstädten und beschäftigen oftmals mehrere hundert Mitarbeiter. Sie kämpfen nicht um die Gunst einiger treuen Fans, sondern sollen möglichst ein Millionenpublikum bedienen. Längst wird deshalb auch auf dem Gamesmarkt mit harten Bandagen gekämpft. Die Marketingbudgets liegen heute um ein Vielfaches höher als noch vor zwei oder drei Jahrzehnten. Wer bei der ganzen Reizüberflutung auffallen möchte, muss schon außergewöhnliche Werbekampagnen fahren.
Virale Marketingaktionen wie die von Electronic Arts im Zeichen von Dante's Inferno sind ein gutes Beispiel. Doch sie können auch nach hinten losgehen, wie einige Beispiele aus der Vergangenheit gezeigt haben. Erstaunlich oft trat Sony ins Fettnäpfchen. Der Elektronikriese brachte es unter anderem mit dem Lair Reviewers Guide und einer toten Ziege bei einer Pressevorführung in die Negativ-Schlagzeilen. Einen langfristigen Imageschaden hat Sony bei den Aktionen zumindest nicht davongetragen, was man von Ocean Marketing und Paul Christoforo nicht gerade behaupten kann - ein "Lehrstück" in puncto Kundenservice. Auf den nachfolgenden Unterseiten widmen wir uns ausführlicher den wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie. Über Meinungen und Kommentare freuen wir uns natürlich gerne.
In diesem Artikel
- Seite 1 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Sonys 'rassistische' PSP-Werbekampagne
- Seite 2 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - John Romero und sein Baby Daikatana
- Seite 3 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Ein beispielloses Fiasko: Der Fall 'Ocean Marketing'
- Seite 4 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Leitfaden für Spiele-Journalisten: Lair Reviewers Guide
- Seite 5 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - God of War 2-Party mit toter Ziege
- Seite 6 Bildergalerie
Im Sommer 2006 sah sich Sony mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Auslöser war ein Werbekampagne für die PSP, die von einigen Menschen als anstößig und geschmacklos kritisiert wurde. Genau genommen handelt es sich dabei um Plakate mit dem Motiv "White ist coming", die in den Niederlanden aufgehangen wurden. Zu sehen sind zwei Frauen verschiedener Hautfarben in aggressiver Pose (siehe Bild oberhalb dieser Zeilen). Die beiden Mädels sollen laut Sony sinnbildlich für die zwei Farbausführungen stehen, in denen die PSP seinerzeit vertrieben wurde. Nun lässt sich der Slogan in Verbindung mit dem Foto durchaus doppeldeutig deuten. Nachdem die Welle der Empörung Sony erreichte, stellte der Elektronikkonzern die besagte Werbekampagne schließlich ein, sämtliche Plakate wurden entfernt. Einen langfristigen Imageschaden hat Sony nicht davongetragen.
- Seite 1 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Sonys 'rassistische' PSP-Werbekampagne
- Seite 2 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - John Romero und sein Baby Daikatana
- Seite 3 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Ein beispielloses Fiasko: Der Fall 'Ocean Marketing'
- Seite 4 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Leitfaden für Spiele-Journalisten: Lair Reviewers Guide
- Seite 5 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - God of War 2-Party mit toter Ziege
