Pandora's Tower im Test für Wii: Noch mehr Stärken

Test Christoph Kraus

Pandora's Tower im Test für Wii: Es ist schon das zweite Rollenspiel innerhalb kurzer Zeit, das die Wii erobert. Im Test verraten wir euch, wie gut das RPG aus dem Hause Ganbarion geworden ist. Lest alles über die Stärken und Schwächen von Pandora's Tower und erfahrt mehr über das außergewöhnliche Kampfsystem.

Diese Szene ist für ein Action-Adventure typisch. Diese Szene ist für ein Action-Adventure typisch. Das Kampfdesign
Während sich die Bosskämpfe stets anders spielen, ist die Vorgehensweise gegen normale Gegner immer recht ähnlich. Euch stehen zwei verschiedene Grundangriffe zur Verfügung, einmal ein Nahkampfangriff mittels eurer Primärwaffe und ein Fernangriff mit eurer Kette. Zusätzlich existieren jedoch noch Spezialangriffe: So könnt ihr eure Nahkampfwaffe aufladen und einen besonders starken Schwall von Schlägen auf die Feinde niedergehen lassen. Mit der Kette könnt ihr die Bösewichte zudem im Kreis drehen, sie fesseln, sie gegen andere Monster schleudern, sie aus der Ferne schlagen und noch einige weitere Angriffe ausführen. Die Benutzung der Kette setzt dabei voll auf Bewegungssteuerung, die zwar meistens auch funktioniert, jedoch ab und an nervige Aussetzer hat. Die Auseinandersetzungen machen aufgrund der vielen Möglichkeiten, sie zu bestreiten, zwar Spaß, jedoch findet man schon schnell raus, welche Angriffe gegen 99 Prozent der Feinde am effektivsten sind, sodass man die verschiedenen Möglichkeiten anschließend kaum noch nutzt. Gegner, die sich ein wenig individueller zur Wehr setzen, hätten hier Abhilfe schaffen können.

Das Observatorium
Das Observatorium, die Hub-World von Pandora's Tower, ist nicht allzu groß ausgefallen. Trotzdem ist es den Entwicklern gelungen, eine Menge liebevolle Details darin zu verstecken. Hier könnt ihr unter anderem schlafen, um eure Energie wieder aufzufüllen, mit Helena reden, im Laden eurer seltsamen Begleiterin Mawda Items und Ausrüstungsgegenstände kaufen und alle Ecken und Enden des Gebäudes sowie des Außenbereiches erkunden. Auf diese Weise findet ihr zum Beispiel Heil-Items oder Schriftstücke, die Helena auf euer Bitten hin übersetzt. Anschließend könnt ihr sie im Laden verkaufen. Je nachdem, an welchem Punkt im Spiel ihr euch gerade befindet, könnt ihr übrigens andere Gegenstände finden. Besonders schön finden wir, dass das Observatorium, obwohl es nur von drei Personen bewohnt wird, sehr lebendig wirkt: Vögel fliegen durch die Lüfte, Helena sitzt nicht nur an einer Stelle herum, sondern geht regelmäßig verschiedenen Aktivitäten nach und durch Geschenke, die ihr der holden Maid übergebt, verändert sich die Einrichtung des Hauptraumes im Laufe des Spieles sichtbar. Trotz der geringen Größe wird euch im Observatorium also bestimmt nicht so schnell langweilig.

Fesselnde Story, tolle Atmosphäre
Einer der ansprechendsten Aspekte von Pandora's Tower ist ohne Zweifel die ungewöhnliche, schräge und gut durchdachte Hintergrundgeschichte: In einem Land, in dem die Menschen aus religiösen Gründen Vegetarier sind, übernehmt ihr die Kontrolle über Aeron, einen jungen Soldaten, der in einer Beziehung mit der jungen Schönheit Helena ist. Das Glück währt allerdings nur kurz, denn ein schrecklicher Fluch, der Helena nach und nach in eine schreckliche Bestie verwandeln lässt, lastet auf eurer Liebsten. Die einzige Möglichkeit, ihn umzukehren: Ihr müsst dreizehn Endgegner in dreizehn verschiedenen Türmen besiegen und Helena das Fleisch der Ungeheuer bringen. Nur wenn sie ihre religiöse Überzeugung überwindet und herzhaft zubeißt, kann die Mutation zum Monster abgewendet werden. Im Verlauf der Handlung erfahrt ihr, wie es zu dem Fluch kam. Ohne euch zu viel verraten zu wollen, können wir sagen, dass die Handlung trotz einiger verworrener Stränge sehr spannend und ansprechend ist. Die omnipräsente einsame Grundstimmung sowie das Design der Figuren und der Monster im Turm tragen viel zur Atmosphäre bei. Ein wenig erinnerten die Geschichte und die Protagonisten uns an die Filme des japanischen Filmstudios Ghibli (Chihiros Reise ins Zauberland, Ponyo), lediglich gerichtet an eine ältere Zielgruppe.

Bildergalerie

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