Sieben Jahre Zeit für einen Nachfolger - und nichts dazugelernt!
Dieser Gegner bleibt da stehen, bis wir ihn abknallen.
BILD: XBOX-ZONE
Das erste Winback erschien 1999 für das Nintendo 64 und bot für seine Zeit einen durchaus eigenständigen Spielablauf: Statt wild ballernd vorzustürmen musste man dabei stets jede verfügbare Deckung nutzen, um sich gegen die gegnerische Übermacht durchzusetzen. Die spätere PlayStation-2-Variante bot spielerisch nichts neues, aber immerhin systembedingt bessere Grafik. Das ist schon mehr, als man vom aktuellen Xbox-Nachfolger behaupten kann.
Pseudo-Teamwork
Sie übernehmen die Steuerung eines Anti-Terror-Agententrios, von denen jeweils zwei gleichzeitig eine Mission in Angriff nehmen. Das verspricht reizvolle Teamwork-Herausforderungen, doch der Schein trügt: Erst spielen Sie Route A mit dem ersten Agenten durch, wobei Sie Ihrem Kollegen durch Öffnen von Türen, Betätigen von Schaltern oder Ausschalten von Gegnern helfen - erst wenn all dies erledigt ist, können Sie die Route B in Angriff nehmen. Es gibt lediglich Energieabzug für zu langsames und Extra-Energie für besonders schnelles Vorgehen.
Wenn der zweite Agent dann seinen Teil der Mission in Angriff nimmt, wird an den entsprechenden Stellen eine Zwischensequenz eingespielt, in der ihm sein Kollege hilft. Sie geraten also nie in die Verlegenheit, wirklich auf die Hilfe angewiesen zu sein oder darauf warten zu müssen - wäre die Situation nicht schon bereinigt, wären Sie gar nicht erst so weit gekommen.
Dazu kommt die bescheidene Gegnerintelligenz: Wer Deckung gefunden hat, muss sich schon ziemlich blöd anstellen, um ein Feuergefecht zu verlieren, denn die Terroristen bleiben beim Nachladen schön brav stehen. Und oft genug reicht es, einfach an den Gegner heranzulaufen/-rollen und ihn mit einem Wurf auszuschalten. Der Multiplayer-Modus (nur offline!) bietet zudem nur diverse Deathmatch-Varianten.
