Wir kugeln uns mit Mikrofonunterstützung quer durchs japanische Mittelalter!
Um den Kriegsherrn zu stoppen, reißen wir seine Geschütztürme ein!
Exklusivtitel für den GameCube sind eine kleine Rarität! Und fast hätte es das kleine Innovations-Meisterwerk gar nicht bis zum Release geschafft. Vor knapp zwei Jahren sorgte der Titel auf der E3 erstmals für Aufsehen, verschwand aber anschließend in der Versenkung - dabei versprach die Mischung aus mittelalterlichem Feldzug und Flippersimulation jede Menge Hitpotenzial.
Kein Wunder, hatte doch niemand Geringeres als Yoot Saito seine Hände im Spiel, der mit der Terrarium-Simulation Seaman (PS2, Dreamcast) sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellte. Jetzt hat das Warten ein Ende! Odama rollt unter dem Nintendo-Siegel in die Schlacht!
Eine Frage der Ehre
Auf der rechten Seite befindet sich das entsprechende Tor.
Die Geschichte wirft euch zurück ins mittelalterliche Japan. Kriege breiten sich aus, unter denen auch ihr zu leiden habt. Als junger General Yamanouchi Kagetora (man beachte die Namensverwandschaft zum Nintendo-Firmengründer Fusajiro Yamauchi) schwört ihr Rache für den Tod eures geliebten Vaters. Doch was ist euch geblieben? Nicht viel.
Eure Truppen sind vernichtet, euer Land ist verloren - eine fast ausweglose Situation. Aber neben ein paar treuen Freunden habt ihr noch ein Ass im Ärmel, den riesigen mystischen Metallball Odama. Mit seiner Hilfe zieht ihr in den Kampf, um eure Ehre wiederherzustellen und eure Feinde zu unterjochen. Dabei ist die durchaus schöne Geschichte nur der Aufhänger für eine Flippersimulation, die mit jeder Menge interessanter Ideen und kleiner Innovationen versehen wurde.
Feldherr sein ist schwer!
Schon auf den ersten Blick wird klar, dass Odama kein gewöhnlicher Flipper ist. Die Flipperarme auf dem Schlachtfeld werden euch zwar bekannt vorkommen, damit endet die Gemeinsamkeit mit herkömmlichen Pinball-Simulationen aber schon. Keine Bumper, keine Rampen und auch Multibälle sucht ihr vergebens, denn Odama geht einen anderen Weg - es herrscht schließlich Krieg. Ziel ist es, auf insgesamt zwölf Schlachtfeldern eure Truppen zum Sieg zu führen.
Wer jetzt meint, mit dem Metall-Koloss einfach alles in Grund und Boden zu kugeln, irrt gewaltig. Wie schon viele Feldherren vor euch erkennt auch ihr, dass eure Mannen ohne taktisches Geschick schnell den Rückzug antreten müssen. Eurer Ziel ist es, die geheimnisvolle Glocke Ninten-Bell, die stets von euren tapferen Kämpfern getragen wird, durch ein klappriges Holztor am oberen Ende des Bildschirms zu bringen - der große Metallball ist dabei nur Mittel zum Zweck, denn die gegnerischen Truppen stürmen euch zu Hunderten entgegen.
Odama soll es richten!
Mit den L- und R-Buttons bedient ihr die beiden Flipperarme und jagt Odama über das Schlachtfeld, um dem eigenen Heer den Weg zu ebnen. Ihr walzt feindliche Truppen nieder (die sogar für einige Meter an Odama kleben bleiben) zerschmettert Geschütztürme, reißt kleine Holzzäune ein und hinterlasst ein Bild der Zerstörung. Um Ziele genau zu treffen, hilft euch zusätzlich das Schlachtfeld, das ihr mit dem Analogstick bewegen könnt, um die Richtung von Odama zu beeinflussen.
