Der Nintendo 3DS wurde bis vor Kurzem im Louvre eingesetzt, doch jetzt wird er ersetzt
News
Über zehn Jahre wurden die Handheld-Konsolen mit extra Software als Multimedia-Guide benutzt. Seit dem 1. September beschloss das Louvre: Die Technik ist veraltet und sollte ausgetauscht werden.
Das weltweit bekannte Kunstmuseum Louvre in Paris nutzte seit 2012 ein sehr einzigartiges Gerät für ihre Multimedia Guides. In der Glaspyramide kam, der erst im Vorjahr erschienene Nintendo 3DS zum Einsatz! Mit einer selbst entwickelten Software gab die Handheld-Konsole Besuchern verschiedene Werkzeuge an die Hand.
Früher mal fortschrittlich, ab jetzt veraltet
So war es möglich, eine Gebäudekarte auf dem Gerät wiederzugeben, um nicht verloren zu gehen. Ein Audioguide vermittelte zusätzliche Informationen zu den jeweiligen Kunstwerken und selbst die damals innovative 3D-Funktion wurde genutzt, um beispielsweise Skulpturen zu demonstrieren. Dabei waren die Besucher nicht mal auf lästige 3D-Brillen angewiesen, um die Tiefe des Objektes besser zu erkennen.
Diese kleinen Spielereien waren auch nicht nur den lokalen Kunden des Museums vorbehalten. Die Datenpakete konnten vor Ort und sogar im Nintendo eShop erworben werden. Im März 2023 stellte Nintendo den Service allerdings ein, da der 3DS Platz für die Switch machen musste.
Der 3DS hat ausgedient
Und so rangierte auch das Louvre am 01. September, ihre übrigen Konsolen aus. Die Technik sei einfach zu alt für das Museum mit modernen Ansprüchen. Die Entwicklung eines neuen Datenträgers für die Guides und Tools ist bereits in Planung. Unter anderen soll er Features wie einen individuellen Routenplaner haben, der drei verschiedene Laufwege durch das Museum vorschlagen kann.
Das Louvre ist eines der meistbesuchten Museen der Welt und musste ihre täglichen Einlässe sogar 2023 auf maximal 30.000 am Tag begrenzen. Es steht außer Frage, dass der Nintendo-Handheld über die Jahre in den Händen von zahllosen Interessierten gewesen ist. Selbst wenn sie eigentlich sonst keinen Bezug zur Konsole hatten, bot er ihnen Hilfestellungen, die die wenigsten anderen Geräte der Zeit sonst möglich gemacht hätten.
Und auch wenn der Nintendo 3DS jetzt in Rente geht und die restlichen Geräte zurückgegeben werden, war er zu seiner Zeit eines der vielen Zeichen dafür, wie Gaming-Kultur nach und nach im Mainstream ankommt, und dass sich die Kunst der Videospiele gut mit anderen Kunstformen vereinen lässt.
Quelle: Artmajeur.com
