Need for Speed: Hot Pursuit 2

Test Uwe Hönig

Bei unebener Fahrbahn verlieren die Boliden den Bodenkontakt. Bei unebener Fahrbahn verlieren die Boliden den Bodenkontakt. Gerade noch rechtzeitig für einen Test trudelte Need for Speed: Hot Pursuit 2 in der PLAYZONE-Redaktion ein. Leider wurden unsere Erwartungen aber nicht vollends erfüllt, denn ein Problem konnten die Entwickler offensichtlich nicht in den Griff bekommen. Die Grafikengine läuft bei der PAL-Version nämlich nur mit 25 Bildern in der Sekunde. Diese Framerate wird zwar stabil gehalten, aber das Geschwindigkeitsgefühl leidet doch deutlich darunter. Dafür präsentiert sich die Streckenoptik ohne Fehl und Tadel. Die insgesamt 30 ellenlangen Kurse sind vollgestopft mit Details und Animationen am Wegesrand und im Hintergrund sind absolut keine Pop-Ups zu entdecken. Übrigens dürfen Sie pro Strecke etwa fünf Abkürzungen benutzen, die Sie teilweise mitten durch die Landschaft führen. Die Fahrt über schlüpfrigen Untergrund, wie Waldboden oder ähnliches wird mit diversen Effekten verschönert. Die Autos wirbeln Geröll oder Dreck auf und Büsche im Weg werden einfach zerhäckselt. Bei Wüstenabschnitten sorgen aufgewirbelte Sandwolken der Kontrahenten für unglaublich schlechte Sicht, was insgesamt auch sehr ansprechend auf dem Bildschirm dargestellt wird. Darüber hinaus sehen die Fahrzeugmodelle einfach fantastisch aus. Jeder Autofan freut sich über die beeindruckende Auswahl an PS-strotzenden Fahrzeugen. Neben deutschen Topfabrikaten von Porsche, BMW oder Mercedes sind es vor allem die italienischen Zwölfzylinder vom Schlage eine Ferrari F50 oder Lamborghini Murciélago, die für einen gehörigen Geschwindigkeitsrausch sorgen. Sehr angetan hat es uns auch der streng limitierte und sündhaft teure McLaren F1 - ein Wahnsinnsauto! Das zuschaltbare optische Schadensmodell zeigt Blessuren im Lack oder Dellen im Blech an, nachdem Sie Bekanntschaft mit Gegnern, Bäumen oder Polizisten gemacht haben. Gerade die Gesetzeshüter nehmen auf die wunderschönen Boliden keine Rücksicht und rempeln was das Zeug hält.
SPIELMODI ÉN MASSE
An Spielvarianten haben die Entwickler wahrlich nicht gespart. Die beiden Hauptmodi Hot Pursuit und Superrennen sind nämlich nochmals unterteilt. Hot Pursuit bietet - wie der Name schon sagt - wilde Verfolgungsjagden, wobei Sie sich entweder auf die Seite der Cops oder der Raser schlagen dürfen. Als Polizist ist es Ihre Aufgabe, durch geschicktes Ausbremsen die Flüchtigen zum Stehen zu bringen. Als Raser müssen Sie logischerweise der Staatsmacht entkommen. Sollten Sie den Polizisten aber zu viel Ärger bereiten, rücken diese mit Helikoptern an, die sogar Sprengladungen auf Sie abwerfen. Beim Superrennen-Modus dreht sich alles um reine Rennaction. Auch hier gibt es eine Unterteilung in Herausforderung und Meisterschaft wodurch insgesamt 60 Events zur Verfügung stehen. Nur bei diesen Events können Sie neue Autos, Strecken und Goodies freischalten, was der Spielmotivation sehr zuträglich ist. Dazu kommt eine ausgesprochen gelungene Steuerung, die allerdings nicht gerade sehr realistisch anmutet. Für das arcadelastige Gameplay von Hot Pursuit 2 ist Sie aber exzellent geeignet.

Bildergalerie

Wertung zu Need for Speed: Hot Pursuit 2 (PS2)

Wertung:

84 /10

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