Tom Cruise hat es in Tage des Donners vorgemacht. Jetzt lässt Electronic Arts auch wieder Xbox-Normalos mit über 300 Sachen über die Piste von Daytona brettern!
So sieht unser Dodge nach kurzer Bekanntschaft mit der Streckenbegrenzung aus.
Die größte Herausforderung im Geschwindigkeitsrausch sei das Einstellen des Radiosenders, scherzte einmal Rennfahrlegende Mario Andretti. Bei Electronic Arts‘ Rennsimulation NASCAR 08 haben Sie dank des knüppelharten Schwierigkeitsgrads ganz andere Probleme. Fünf und mehr Versuche, eine Übung im Tutorial zu meistern, sind keine Seltenheit. Selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe werden Grobmotoriker öfters einen Ausflug ins Grüne machen.
Und da sind wir gleich beim nächsten Problem, der Grafik. Neben der Strecke sieht's einfach grausig aus! Grasflächen, Streckenbegrenzungen und Gebäude bestehen aus einem pixeligen Texturenmatsch sondergleichen. Und stellen die bunten Flecken da auf den Rängen etwa Zuschauer dar? Stadion-Atmosphäre mag da einfach nicht aufkommen. Nur die hoch aufgelösten Texturen der Rennwagen sehen ordentlich aus. Auch das abschaltbare Schadensmodell kann sich sehen lassen und wirkt sich sogar auf das Fahrverhalten aus. Warum die gut animierte Boxencrew allerdings Schäden nicht behebt, obwohl die entsprechende Option aktiviert ist, bleibt ein Rätsel.
Wer DTM Race Driver 2 auf der Xbox 1 oder Forza Motorsport 2 kennt, wird sich zudem an dem etwas dünnen Umfang von NASCAR 08 stören. Mit dem Nextel Cup, der Busch Series und der Craftsman Truck Series sind zwar die drei wichtigsten NASCAR-Rennserien im Spiel vertreten. Von den über 100 Strecken schafften es aber nur 22 ins Spiel, darunter natürlich Daytona und Indianapolis.
Doch genug gemeckert. Das gute Geschwindigkeitsgefühl und die actiongeladenen Rennen in NASCAR 08 sorgen dafür, dass das Spiel nicht am nächsten Tag verhökert wird. Wer Tage des Donners gesehen hat, wird sich an die Rammmanöver der aggressiven Gegner erinnern. Dies erwartet Sie auch im Spiel, spektakuläre Unfälle inklusive.
Gelungen sind die Herausforderungen. Eine davon nennt sich Slingshot, also Schleuder, und besteht darin, sich in den Windschatten eines Gegners zu begeben, wodurch man kräftig an Geschwindigkeit gewinnt. Wenn man fast an der Stoßstange klebt, bricht man seitlich aus und rauscht am Gegner vorbei. Geniales Gefühl - wenn's klappt. Eine ruhige Hand sowie Durchhaltevermögen sind zwingende Voraussetzungen für den Spielspaß. Einmal den Ministick verzogen, schon haben Sie so viel Geschwindigkeit verloren, dass Sie den Windschatten zu früh verlassen oder gegen die Streckenbegrenzung knallen. Motivierend sind die Belohnungen, etwa ein Geschwindigkeitsbonus, sobald man 5 Herausforderungen auf Stufe "schwer" gemeistert hat.
