Eishockey ist eine Sportart, die am besten kalt gespielt wird.
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Wenn es um US-Sport-Versoftungen geht, mischen zwei Publisher seit jeher ganz vorne mit: Während EA Sports mit Gamebreakern und Lizenzen entzückt, gelingt 2K Sports der spielerische Balanceakt zwischen Arcade und Simulation. Nun wagt sich Take 2 mit NHL 2K7 erstmals auf eisiges PS3-Gebiet. Ob die Sportkoryphäen aus New York dem weltweit größten Spiele-Publisher weiterhin Paroli bieten können?
Stars auf Eis
Ja, sie können. Während bereits die Xbox-360-Fassung mit guter Spielbarkeit punktete, überzeugt auch die PS3-Variante des eisigen Hockey-Sports. Eishockey-Anfänger werden im gelungenen Tutorial mit der intuitiven Steuerung vertraut gemacht. Profis hingegen wissen schon Bescheid. Spielerische Neuerungen sind in NHL 2K7 nämlich rar gesät: Im neuesten Teil passen Sie den Puck mit dem sogenannten "Drop Pass" durch die Beine zum nächstgelegenen Mitspieler. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie von Scharen muskelbepackter NHL-Stars umzingelt sind.
Auf der anderen Seite können Sie nun auch in der Offensive die Gegner in Bedrängnis bringen. Hetzen Sie Ihre Jungs in Echtzeit auf den Ball führenden Spieler oder weisen Sie ihnen simple, taktische Aufgaben zu. Die größte Neuerung aber findet sich in der Präsentation wieder: Neben der traditionellen TV-Übertragung darf nun der Präsentationspunkt "Cinemotion Music" angewählt werden. Hierbei schalten Sie den Kommentator wahlweise ab und verpassen Ihren Matches eine musikalische Note. Dabei wird das Geschehen auf dem Eis mit subtiler, aber hoch-motivierender Orchestral-Musik unterlegt. So peitschen Sie filmreife Hollywood-Themen zum Sieg.
Sixaxis-Mix
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Während spielerisch fast alles beim Alten geblieben ist, überrascht NHL 2K7 mit einer witzigen Sixaxis-Unterstützung: Per Druck auf den R3-Knopf dürfen Sie das gesamte Spiel aus der Perspektive des Goalies betrachten! Die Bewegungssensoren synchronisieren dabei die Blickrichtung des Torhüters. Kommt ein gegnerischer Stürmer auf Sie zugerast, heißt es kühlen Kopf bewahren. In Zeit-lupe sehen Sie, in welche Torwartecke der Puck angeflogen kommt. Hier müssen Sie mit dem Pad in die entsprechende Ecke gleiten.
Gelingt Ihnen dieses Manöver innerhalb eines kurzen Zeitraums, haben Sie den Puck gehalten. Wer mit dieser Steuerungsvariante nicht klarkommt, darf natürlich jederzeit sein Glück in die CPU-Hände des Goalkeepers legen. Des Weiteren können Sie einen Bodycheck vollführen, indem Sie das PS3-Pad nach vorne stoßen. Auch diese Möglichkeit funktioniert überraschend gut, selbst wenn der direkte Knopfdruck im Eifer des Gefechts sicher die bessere Wahl ist.
Im Party-Modus kommt der Arcade-Teil des Spiels zum Einsatz. Unter dem "Elimination"-Menüpunkt geht's harsch zur Sache: Nur wer mit brutalen Fouls seine Gegner zu Boden reißt, hat eine Chance. Einen Schiedsrichter gibt's hierbei übrigens nicht. Aber auch für Kurzweile ist gesorgt: In 15 Minispielen müssen Sie meist innerhalb eines Zeitlimits Eisblöcke oder sonstige Hindernisse zerstören, um erfolgreich zu sein. Ein netter Spaß für zwischendurch.
Technisch macht NHL 2K7 eine gute Figur. Das virtuelle Eis sah auf keiner Konsole schöner aus und die Spielermodelle überzeugen mit geschmeidigen Animationen. Nur die Trikotdetails hätten ausführlicher ausfallen dürfen. Vorbei sind die Zeiten von Bitmap-Tapeten als Zuschauerhintergrund: Hier ist jeder einzelne Fan polygonal ausgefüllt und sorgt für Bombenstimmung!
