Juke. Low post. Ally-oop. Noch da? Gut so. Dann seid ihr womöglich qualifiziert genug für das alternative Basketballspiel NBA Ballers: Chosen One. Amerikanischen Basketball-Slang aus der Straßenszene wie "Make it, take it" (wer trifft, behält den Ball) solltet ihr nämlich beherrschen, wenn ihr an dem Spiel volle Freude haben wollt. Für alle, die die Vorschau in der letzten Ausgabe verpasst haben: NBA Ballers ist im Hip-Hop-Stil gehalten und handelt von einem Niemand, einem NBA-Baller, der in einer fiktiven Veranstaltung gegen ausgewachsene NBA-Stars antreten darf.
Charakterfrage
Die Charakterentwicklung ist einfach gehalten. Neuen Spieler erschaffen, Position zuweisen - also Center, Forward oder Guard - und den Grundstock an Punkten für die Charakterentwicklung verteilen. Hier dürft ihr noch selbst Hand anlegen und entscheiden, ob ihr zum Beispiel einen laufstarken Dunking-Experten oder einen Dreier-Spezialisten erschaffen wollt. Im Spielverlauf entwickelt sich der Spieler aber nur entsprechend eurer Spielweise weiter. Das ist nicht immer nachvollziehbar denn fast immer erhöhen sich auch jene Werte weiter, die überhaupt nicht in Anspruch genommen wurden, wie etwa Dreierwürfe.
Im Mehrspielermodus könnt ihr auch gegen zwei Dirk Nowitzkis antreten.
Bei der Charaktergenerierung spielt die Position übrigens eine wichtige Rolle. Wenn ihr lieber auf Distanz spielt, dann solltet ihr euch für die Guard-Position entscheiden und mehr Punkte in die Charakterwerte Dreier-Wurfgeschick sowie Ballgefühl stecken. Das Spiel bietet hier leider keine Einführung für Basketballneulinge, sodass man sich vorher über die Eigenheiten der Positionen schlau machen muss.
Habt ihr euren Charakter erstellt, ist ein Abstecher auf den Trainingsplatz empfehlenswert. Nur hier lassen sich die zahlreichen Tastenkombinationen für die Angriffs- und Defensiv-Moves sowie Tricks nachschlagen und ausprobieren. Schreibt euch diese auf oder prägt sie euch ein, denn in den Spielen des Storymodus könnt ihr die Kombos nicht mehr nachschlagen.
Spielgefühl
Wollt ihr in NBA Ballers punkten, müsst ihr weniger Feinarbeit leisten als in klassischen Basketballspielen. Ob ihr trefft oder nicht, hängt neben den Charakterwerten vor allem von der Stellung zum Korb ab. Dunkings beispielsweise laufen automatisch ab, wenn euer Spieler richtig zum Korb steht. Spezielle Dunkings oder sonstige Moves funktionieren nach dem gleichen Prinzip, nur dass ihr zuvor eben eine andere Tastenkombination drücken müsst. Am meisten Spaß macht NBA Ballers, wenn ihr eure Gegner (maximal zwei) austrickst.
Die Palette an Tricks ist breit: ihr könnt den Ball etwa ins Publikum, gegen das Brett oder sogar gegen die Stirn eures Widersachers werfen. Habt ihr genügend ausgefallene, einfache Tricks ausgeführt, füllt sich der Super-Balken. Ist die zweite Stufe gefüllt, lassen sich Level-2-Supermoves ausführen, die noch eleganter aussehen und in Zeitlupe präsentiert werden. Später sind sogar besonders ausgefallene Level-3-Supermoves möglich.
Größter Kritikpunkt ist der mitunter hektische Spielablauf. Einige Spielarten funktionieren beispielsweise so: ihr werft einen Korb und derjenige, der den Ball fängt, darf gleich als Nächster werfen. Nerviger Nebeneffekt: Unter dem Korb geht es ständig sehr hektisch zu und es ist dem Zufall überlassen, wer den Ball bekommt. Viel häufiger stört aber die einen Tick zu träge Kamera. Damit ist oft unklar, wo sich der Ball befindet, wenn dieser den Bildausschnitt verlässt.
