NBA 2K14 im Test: Seit vier Jahre konkurrenzlos überragend - ab November bekommt 2K Sports Basketsimulationsreihe jedoch wieder einen starken Kontrahenten seitens Electronic Arts. Reichen die eher marginalen Verbesserungen und der Superstar LeBron James aus, um das Feld gegen NBA Live 14 zu behaupten?
Wenn es eine Sportspielreihe gibt, deren Ableger Jahr für Jahr als absolute Top-Hits im Genre gelten, dann ist es definitiv die NBA 2K-Serie. Die Basketballsimulationen gehören zu den grafischen Highlights der noch aktuellen Konsolen, vermitteln dank ausgefeilter Spielmechanik das Gefühl, in einem echten NBA-Spiel dabei zu sein und obendrein nennt 2K die offiziellen Lizenzen für die Mannschaften der nordamerikanischen Profiliga sein Eigen - als Basketball-Fan gibt es eindeutig keinen Weg um die vielleicht beste Sportsimulationsreihe.
Doch wie bereits im letzten Ableger, finden sich die meisten Neurungen in NBA 2K14 (jetzt kaufen ) wieder eher im Detailbereich. Beispielsweise haben die Entwickler die bereits gut funktionierende Analogstick-Steuerung der Würfe um freie Pässe erweitert, rund 3.000 neue Animation in das Spiel eingebaut und zudem die Mannschaftsauswahl um 14 europäische Basketballteams wie etwa Real Madrid oder Alba Berlin aufgestockt. Wer also einen der Vorgänger schon haben sollte und sich für die aktuellen Statistiken der NBA-Mannschaften, Euro-Basketball oder die Karriere von LeBron James kaum interessiert, sollte sich den Kauf des neuen Teils stark überlegen.Falls man dagegen ein Serienneuling sein sollte und nur ein Fünkchen Interesse für Basketball mitbringt, macht mit NBA 2K14 eine großartige Anschaffung. Was Umfang, Realitätsnähe, KI, Physik-Engine, Präsentation und Spielspaß angeht, ist das Spiel konkurrenzlos gut.
Quelle: 2K Games
Im Karriere-Modus übernimmt man die Kontrolle über einen selbsterstellten Spieler und muss sich in den Matches beweisen, um gut im Team anzukommen und den Marktwert zu steigern.
Wie bereits in NBA 2K11 gibt es im neuen Teil neben dem grandiosen Karriere-Modus eine Art Kampagne namens "LeBron: Path to Greatness", in der man in die Haut von NBA-Legende LeBron James schlüpft. Hier darf man sich zwei unterschiedliche Wege entscheiden: Entweder spielt man die ganze Zeit für Lebrons derzeitige Mannschaft Miami Heat oder man wählt den Fantasie-Modus und darf mit dem Superstar auch für die New York Knick oder andere entscheiden. Beide Varianten machen richtig Laune, nehmen viele Stunden in Anspruch und sind für jeden King-James-Fan ein gefundenes Fressen.
2K Sports hat zudem zwei Modi wieder in die Spielreihe eingeführt: Die Crew-Variante, in der man online kooperativ mit insgesamt fünf Spielern gegen andere fünfer Teams dribbelt und den Association-Modus, in der man als Mannschaftsmanager sich um ein selbst erstelltes Team kümmert und versucht, Saison für Saison in die Play-offs zu kommen. Insgesamt bietet NBA 2K14 damit einen so großen Umfang, dass man locker hunderte Stunden in das Spiel investieren kann und immer wieder neue Dinge erlebt.
Quelle: 2K Games
Auch Klassikerteams stehen wieder zur Auswahl, etwa die legendären LA Lakers von 1998 mit dem mächtigen Shaquille O'Neal in der Center-Position und Kobe Bryant als Shooting Guard.
Das größte Problem von NBA 2K14 - wie bereits auch von den Vorgängern - ist entsprechend die erschlagende Optionsvielfalt. Leider haben die Entwickler immer noch nicht die Menüführung verbessert und erwähnen ebenso selten, welche Neuerungen es tatsächlich ins Spiel geschafft haben, weshalb man sich zuerst in das Spiel reinfuchsen muss, bevor man die pralle Packung NBA bekommt. Immerhin gibt es einen Trainingsmodus, der einem alle Bewegungen und Würfe beibringt. Um aber NBA 2K14 richtig zu beherrschen, hilft es nur, viele Matches gegen die KI zu spielen und so langsam, aber sicher besser zu werden. Das Gefühl, wenn man das erste Mal gegen einen harten Computergegner oder einen erfahrenen Freund gewinnt, ist einfach unbeschreiblich!
