Bei Regenwetter werden die
Strecken tierisch rutschig.
Freunde des gepflegten Geschwindigkeitsrausches, die mit der Formel 1 nichts anfangen können, haben bei Namcos MotoGP-Serie die Gelegenheit, sich - ohne Knochenbrüche zu riskieren - ganz weit in die Kurven zu legen. Und das auf zahlreichen Originalkursen.
Aber nicht nur die gehören zum Standardrepertoire: Natürlich dürfen auch wieder Motorräder von namhaften Herstellern wie Suzuki oder Yamaha gesteuert werden. Erstmals geht das sogar mit über 70 Originalfahrern. Diese müssen Sie sich aber erst einmal verdienen.
Eine Neuerung von MotoGP 4 sind die GP-Punkte. Diese erhalten Sie, indem Sie Rennen erfolgreich absolvieren. Im Fahrerlager dürfen Sie sich dann neben den bereits erwähnten Fahrern zum Beispiel auch Videoschnipsel oder neue Strecken kaufen.
Die Quadratur des Kreises
Für Motorradprofis gibt es wieder die anspruchsvollen Herausforderungen. Die Zahl dieser ist im Vergleich zum Vorgänger von 100 Aufgaben auf 125 gestiegen, in denen Sie geschickt Pylonen umfahren oder Kopf-an-Kopf-Rennen gewinnen müssen.
Mitunter sind diese Herausforderungen aber nur etwas für echte Profis. Nur wer jede Kurve auf der Ideallinie nimmt, hat eine Chance gegen das beinharte Zeitlimit. Die eigentlichen Rennen gestalten sich da etwas einfacher. Im niedrigsten der drei Schwierigkeitsgrade werden selbst blutige Anfänger schnell Erfolge erzielen.
Ein neuer Trainings-Modus hilft darüber hinaus dabei, sich in die Steuerung einzufinden. Hier lernt man auch, mit dem realistisch umgesetzten Wegdriften des Hinterrades umzugehen, das auftritt, wenn man in einer Kurve zu viel Gas gibt. Wem so viel Realismus zu viel des Guten ist, der darf aber auch wieder auf eine arcadelastigere Steuerung und sogar einen Bremsassistenten zurückgreifen.
Vom Umfang her hat sich also durchaus etwas getan. Spielerisch wie grafisch ist MotoGP 4 allerdings mit dem Vorgänger identisch. Das Spiel läuft zwar immer noch sehr flüssig, Kantenflimmern und etwas eckig modellierte Reifen wirken inzwischen aber wirklich veraltet. Hier hätte man sich ruhig ein wenig mehr Mühe geben dürfen.
