Ebenfalls nichts geändert hat sich beim Schwierigkeitsgrad. Wie in den Vorgängern ist der Anfänger-Level hervorragend für Neueinsteiger geeignet. Selbst nach Stürzen kommen Sie darin immer wieder an Ihre Verfolger heran (Gummiband-Prinzip), nur das von der Konsole gesteuerte Spitzentrio weiß Ihnen Paroli zu bieten. Doch schon ab dem zweiten Schwierigkeitsgrad "Profi" geht es deutlich anspruchsvoller zur Sache. Verzeiht das Spiel auf "Anfänger" noch die eine oder andere Rempelei auf der Piste, ist damit auf "Profi" Schluss. Sie stürzen verhältnismäßig schnell und kommen auch nicht so einfach wieder an die Spitzengruppe heran, wenn Sie einmal ein Stück zurückgefallen sind. Besonders anspruchsvoll geht's im Schwierigkeitsgrad "Champion" zur Sache. Nur wenn Sie wirklich viel Zeit in das Spiel investieren, werden Sie sich auf diesem Niveau zu behaupten wissen. Wer sogar noch auf dem Schwierigkeitsgrad "Legende" seinen Mann steht, muss ein wahrer Controller-Virtuose sein. Für unseren Geschmack ist der höchste Schwierigkeitsgrad nämlich erneut viel zu schwer.
Dagegen gibt es bei der technischen Umsetzung der Motorsport-Simulation in diesem Jahr fast nichts zu bemängeln. Sämtliche Motorräder und Fahrer werden sehr detailverliebt und originalgetreu dargestellt, selbiges gilt natürlich auch wieder für alle 18 offiziellen Rennstrecken der offiziellen Grand-Prix-Serie. Mit dem Großen Preis von San Marino hat in diesem Jahr auch die Strecke im italienischen Misano den Weg ins Spiel gefunden. Allerdings muss man erneut zugeben, dass die 17 Straßenstrecken aus dem Extrem-Modus wie im Vorjahr die schöneren Hingucker sind, da sie mehr Augenschmaus und Abwechslung zu bieten haben. Auf den Kursen des MotoGP-Zirkus ist nun aber immerhin ebenfalls mehr los. Beispielsweise fliegen regelmäßig Hubschrauber darüber hinweg. Möglicherweise sind diese ja der Grund dafür, warum die Ruckler während der Rennen ein wenig zugenommen haben. Macht aber nichts, denn Spielspaß ist trotzdem gegeben.
Weniger gelungen sehen dafür die Videos vor und nach den Rennen aus. Darin tummeln sich Figuren, die in grafischer Hinsicht nicht mal auf der Xbox 1 zur Grafik-Elite gezählt hätten. Zu allem Überfluss ruckeln diese Sequenzen auch noch heftig vor sich hin und schreien somit förmlich danach, schnell weggedrückt zu werden. Schade, denn eine imposante Siegerehrung gehört zu jedem Sportspiel dazu.
Den gleichen Kritikpunkt wie sein Vorgänger muss sich auch die Sounduntermalung des Spiels gefallen lassen. Die Motorensounds und jedes einzelne Musikstück im Hintergrund hören sich zwar sehr gut an, allerdings haben erneut viel zu wenige Songs den Weg ins Spiel gefunden. Die Titel wiederholen sich daher viel zu häufig, sodass schnell Langeweile aufkommt. In dieser Hinsicht könnte sich THQ eine Scheibe beim Software-Riesen Electronic Arts abschneiden, der jeden seiner Sport-Titel mit einer Vielzahl an passenden Songs bestückt.
