Mortal Kombat: Deadly Alliance

Test Wolfgang Fischer

Johnny Cage lässt wieder mal seine Deckung hängen. Johnny Cage lässt wieder mal seine Deckung hängen. Da haben die Fans der Serie schon gedacht, dass Midway die ehemals skandalumwitterte Mortal Kombat-Reihe klammheimlich in der Versenkung verschwinden lässt. Gewundert hätte es keinen so richtig, da die Qualität mit jedem neuen Spiel nachgelassen hatte. Aber weit gefehlt: Mit Deadly Alliance erscheint nunmehr das fünfte Spiele der Serie und Midway ist es diesmal sogar gelungen, viele neue Ideen gut mit dem zu verbinden, was Mortal Kombat-Games schon immer ausgemacht hat: knallharter Prügel-Action.
Ganz objektiv betrachtet spielt die Story bei Mortal Kombat: Deadly Alliance eigentlich keine große Rolle. Wie immer geht es um den alles entscheidenden Kampf zwischen Gut und Böse. Dabei stehen sich wie gewohnt Kämpfer verschiedener Sphären in einem riesigen Turnier gegenüber, im Falle von Deadly Alliance sind es sogar 23. Zu Beginn sind aber nur zwölf dieser Fighter anwählbar, die übrigen müssen erst freigeschaltet werden. Dies geschieht über verschiedenfarbige Münzen, die Sie in verschiedenen Spielmodi für erledigte Aufgaben und gewonnene Kämpfe erhalten. Diese spezielle Währung können Sie in der Krypt gegen diverse Extras eintauschen. Neben den oben erwähnten Bonuscharakteren können Sie dort unter anderem auch neue Kostüme und diverse Making-of-Bilder finden. Das Verb "finden" ist dabei sogar ziemlich zutreffend, da in der Krypt 676 Särge stehen, von denen ein Großteil Extras enthält. Wo sich die "wertvollen" Inhalte befinden, müssen Sie aber selbst herausfinden (oder in unserer Cheats&Codes-Sektion nachlesen).
Zwei Mann gehen rein, einer geht raus. Dank der vielen Extras ist also für Langzeitmotivation gesorgt. Aber auch die verschiedenen Spielmodi schaffen es, den Spieler über längere Zeit zu fesseln. Während Sie im (kontinuierlich schwieriger werdenden) Arcade-Modus von Kampf zu Kampf in Richtung Entscheidungsschlacht hetzen, bietet der Konquest-Modus eine riesige Zahl an Herausforderungen. Hier kämpfen Sie mit jedem Charakter und lernen so alle drei Kampfstile und die wichtigsten Schlagkombinationen kennen. Vor allem Kombos, bei denen mittendrin die Technik gewechselt werden muss, sind gar nicht so leicht zu bewerkstelligen. Mit etwas Übung und gutem Timing sollten aber sogar Beat-'em-Up-Neulinge mit der durchaus gelungen Steuerung zurechtkommen. Im Practice-Modus dürfen Sie dann die erlernten Moves gegen einen passiven Gegner bis zur Perfektion trainieren. Selbstverständlich können Sie auch jederzeit einem menschlichen Kontrahenten Saures geben. Glücklicherweise stimmt beim neuen Mortal Kombat-Titel nicht nur der Umfang, sondern auch die Präsentation. Die Spielfiguren wirken zwar ein wenig comicartig, sind aber wirklich gut animiert. Wie schon bei den Vorgängern steht dabei nicht unbedingt Realismus im Vordergrund, sondern vielmehr effektvolle Action. Dazu kommen ebenso kunstvoll gestalte Levels, die in vielen Fällen sogar zerstörbare Objekte bieten. Dank 60-Hertz-Modus ist das Geschehen trotz teilweise aufwendiger Effekte immer herrlich flüssig. Soundtechnisch ist Deadly Alliance zwar keine Offenbarung, bietet aber grundsolide Effekte und gute Musikuntermalung. Die in Deutschland erhältliche Version wird zwar englische Sprache, aber deutsche Untertitel bieten. Wer darauf verzichten kann, dass literweise rote Flüssigkeit durch die Gegend spritzt, kann dies übrigens im Optionsmenü ausschalten.

Bildergalerie

Wertung zu Mortal Kombat: Deadly Alliance (PS2)

Wertung:

82 /10

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