Ob ich mein Mammut hier anleinen muss?
Im Prinzip sind es zwei Dinge, die die virtuelle Form des Immobilienhandel-Klassikers seinem papierenen Vorbild voraushat. Erstens: Sie brauchen vor dem Start keine Stapel von Spielgeld und Holzhäuschen zu sortieren. Zweitens: Neben dem Original-Feld stehen Ihnen noch die Varianten Science Fiction, Fantasy, Urzeit und Antike zur Auswahl, inklusive passender Straßennahmen und Spielfiguren wie Aliens oder Trollen. An sich eine lustige Idee, trotzdem haftet der Grafik (ganz zu schweigen von dem nervtötenden Kommentator und der billigen Jukebox-Musik) irgendwie das trashige Flair einer Shareware-Produktion an. Spielen dürfen Sie mit gegen bis zu drei menschliche oder CPU-gesteuerte Gegner. Dabei laufen in der Variante "Klassisch" die Züge der Spieler nacheinander ab, während in "Party" in allen Ecken des Bildschirms gleichzeitig Aktionen getätigt werden dürfen. Recht unpraktisch geraten sind die Verwaltung der Grundstückskarten und das verschachtelte Tauschsystem. Während des Spielablaufes fehlt einem völlig der Überblick über seine Besitztümer, auch in der einblendbaren Farb-Verteilungsgrafik hat man - aus Platzgründen - nie alle gewünschten Details auf einen Blick. Dann doch lieber ein Blatt echter Karten auf der Hand, die buchstäblich im Handumdrehen den Besitzer wechseln dürfen.
Bildergalerie: Monopoly Party
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