Mirror's Edge für Xbox 360 im Test

Test Manfred Patrick Reichl Sebastian Stange

Der Überblick über das Stadtgebiet und die Weitsicht gehören zu den grafischen Highlights. (BILD: X3)
Quelle: Computec Media AG Der Überblick über das Stadtgebiet und die Weitsicht gehören zu den grafischen Highlights. (BILD: X3) Sauber und hell ist die Stadt, in der Faith und ihre Runner-Kollegen leben - zu sauber. Kreativität, Kunst und freies Denken wichen der sicheren Behaglichkeit eines Überwachungsstaates. In Faiths Rolle macht ihr da nicht mit und turnt dem System ein wenig auf der Nase herum. Mit allerlei Parkour- und Free-Running-Tricks sprintet ihr über die Dächer der Stadt und erledigt Botengänge. Das wird von der Polizei nicht gern gesehen, aber geduldet. Doch eines Tages kommt alles anders. Ein Bürger­meisterkandidat liegt tot in seinem Büro, eure Schwester wird zum Täter gemacht und erwartet eine harte Strafe. Tja und Mirror's Edge wäre kein echtes Videospiel, würdet ihr im Spielverlauf keine riesige Verschwörung aufdecken. Die Story ist nicht gerade die originellste und ihre Inszenierung im Flash-Video-Stil wirkt sicher etwas simpel, doch sie ist ein toller Grund für Faith, das zu tun, was sie am besten kann: rennen!

Hagelt es Blei, solltet ihr
schnellstens verschwinden. (BILD: X3) Quelle: Computec Media AG Hagelt es Blei, solltet ihr schnellstens verschwinden. (BILD: X3) WERDET GROSSSTADT-AKROBAT
Gleich zu Beginn des Spiels wird euch in einem Trainingslevel beigebracht, wie sich Free-Running aus der Ego-Perspektive steuert. Das bedarf etwas Gewöhnung, schließlich werden vor allem die vier Schultertasten benutzt, um zu springen, sich zu ducken oder eine schnelle 180°-Wende zu vollführen. Aus diesen Elementen "hoch", "runter" und "Drehung" lassen sich verschiedenste Manöver kreieren. Ein weiter Sprung mit anschließender Rolle, danach eine Wand entlangrennen, sich abstoßen und eine gegenüberliegende Kante greifen? Dazu braucht ihr nur wenige Tasten, aber gutes Timing. Die erste Spielstunde ist ein herrlich unterhaltsamer Ausflug in ein völlig neues und innovatives Gameplay-Element.

Es ist verdammt hoch, dennoch müsst ihr hier den Sprung wagen. (BILD: X3)
Quelle: Computec Media AG Es ist verdammt hoch, dennoch müsst ihr hier den Sprung wagen. (BILD: X3)

Entwaffnet Faith einen Gegner, schlägt sie ihn auch gleich K. o. (BILD: X3)
Quelle: Computec Media AG Entwaffnet Faith einen Gegner, schlägt sie ihn auch gleich K. o. (BILD: X3) Es stehen euch stets relativ große Areale offen, die ihr auf verschiedenste Weise bewältigen könnt, und die Action ist wirklich mitreißend inszeniert. Ihr hört beispielsweise immer Faiths angestrengten Atem, ihre Schritte, ihr Keuchen bei harten Landungen und das Rauschen der Luft, wenn ihr sprintet. Dazu kommt der nahezu unnatürlich saubere Grafikstil, der die Gleichschaltung der Stadt wunderbar unterstreicht. Kurz gesagt: ein cooles Spiel! Kollegen aller Redaktionen umlagerten uns beim Test. Alle waren sie heiß darauf, dieses "Seltsam, aber gut"-Spielgefühl zu erleben. Zu Recht! Es ist ein geniales Gefühl, unaufhaltsam sprintend all die alltäglichen Hindernisse wie Zäune und Wände mit möglichst flüssigen Moves zu bewältigen. Hier haben vor allem Perfektionisten Spaß. Ihr könnt jede Situation optimieren. Hier vielleicht lieber unter dem Rohr durchrutschen als darüber zu springen? Dort vielleicht lieber über den Zaun anstatt die Treppe zu nehmen? Im Nu seid ihr total gefesselt!

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