Riesen-Flop Mindseye: BBC-Bericht gibt Ex-GTA-Produzent die Schuld an katastrophal schlechtem Spiel

News Michael Miskulin
Riesen-Flop Mindseye: BBC-Bericht gibt Ex-GTA-Produzent die Schuld an katastrophal schlechtem Spiel
Quelle: Build A Rocket Boy

Ein BBC-Bericht enthüllt, wie Mindseye, das ambitionierte Projekt des früheren GTA-Chefs Leslie Benzies, zum 200-Millionen-Pfund-Fiasko wurde - mit Vorwürfen von Sabotage, Chaos im Studio und hunderten Entlassungen.

Was als ambitioniertes Prestigeprojekt eines Branchenstars begann, endete im Desaster: Mindseye, das erste Spiel des ehemaligen Grand Theft Auto-Chefs Leslie Benzies, gilt laut einem BBC-Bericht als einer der größten Flops der jüngeren Spielegeschichte. Interne Dokumente, Mitarbeiterberichte und neu Details aus dem Studio Build a Rocket Boy zeichnen das Bild eines Projekts, das an Größenwahn, fehlender Führung und chaotischem Management zerbrach.

Mindseye: Vom Traumprojekt zum Studio-Kollaps

Benzies, einst gefeiert Kopf hinter GTA 5, hatte 2016 Build a Rocket Boy gegründet, um mit frischem Kapital und kreativer Freiheit ein eigenes Projekt in Form von Everywhere zu gestalten. Doch die Realität sah anders aus: Nach Jahren der Entwicklung verschlang das Studio über 230 Millionen Pfund und veröffentlichte im Juli 2025 mit Mindseye (jetzt kaufen 31,90 € ) ein unfertiges, technisch instabiles Spiel, das von Spielern und Kritikern zerrissen wurde. Die BBC beschreibt den Titel als "defekt, fehlerhaft und katastrophal".

Während die Verkaufszahlen einbrachen, reagierte Benzies intern offenbar mit harschen Tönen: Laut BBC soll er gegenüber Mitarbeitern behauptet haben, "Saboteure" hätten das Projekt von innen und außen torpediert. Die Belegschaft reagierte fassungslos. Viele machten nicht geheime Feinde, sondern das Führungschaos verantwortlich. Ehemalige Mitarbeiter berichten von willkürlichen Entscheidungen, einer Kultur des Schweigens und sogenannten "Leslie-Tickets" - spontanen Änderungswünschen des Chefs, die selbst komplexe Spielsystem in letzter Minute umwerfen mussten.

Mindseye: Crunch, Chaos und ein geplatzter Traum

Die Monate vor Release sollen in Dauer--Crunch gegründet haben, mit bis zu acht unbezahlten Überstunden pro Woche. Trotz der Strapazen erschien Mindseye unfertig: gravierende Bugs, kollabierende KI-Charaktere und biszzare Glitches machten das Spiel schnell zum Meme. Kurz darauf folgten Massenentlassungen: Zwischen 250 und 300 Mitarbeiter sollen ihre Jobs verloren haben.

Benzies selbst räumte in einem Statement gegenüber der BBC zwar Verantwortung für den misslungenen Start ein, betonte aber, Mindseye solle "zu dem Spiel werden, dass wir uns immer vorgestellt haben". Viele Ex-Mitarbeiter zweifeln jedoch, dass sich das Projekt je erholen wird. Für sie bleibt Mindseye das Paradebeispiel, wie selbst legendäre Entwickler an überzogenen Visionen und fehlendem Realismus scheitern können.

Kann sich ein gescheitertes Millionenprojekt wie Mindseye jemals rehabilitieren oder ist der Name Leslie Benzies nun endgültig verbrannt? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zu diesem Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet.

Quelle: BBC

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