The Sorrows Geisterarmee wird von tollen Spezialeffekten begleitet.
Die Testversion von Metal Gear Solid 3: Snake Eater bestätigt eindrucksvoll, was monatelang zuvor von der Fachpresse prognostiziert wurde. Konami hat den mit Abstand besten Teil der Serie produziert und setzt sich im Schleich-Genre mit Leichtigkeit an die Spitze.
Teil 3 der Serie versetzt Sie in die 60er-Jahre, in denen noch keine Menschenseele etwas von Metal Gear und Solid Snake weiß. Was nicht heißen soll, dass der Weltfrieden nicht durch andere Faktoren gefährdet ist. Zu dieser Zeit ist der Kalte Krieg in vollem Gange und die Großmächte führen einen unerbittlichen Wettkampf auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene. Die Entwickler haben sehr geschickt geschichtlich dokumentierte Tatsachen der damaligen Zeit mit eigenen Einfällen kombiniert und somit eine Hintergrundgeschichte geschaffen, die Sie nicht nur durch enorme Spannung, sondern auch durch Glaubwürdigkeit begeistern wird. Die Tatsache, dass es sich um den geschichtlichen Ursprung des Metal Gear-Universums handelt, erhöht die Faszination zusätzlich.
Der Raketenwissenschaftler Nikolai Stapanovich Sokolov wird vom russischen Militär gezwungen, an einer neuen, überaus gefährlichen Waffe zu arbeiten. Bald stellt sich heraus, dass es sich um einen neuartigen Kampfpanzer handelt, der in der Lage ist, nukleare Sprengköpfe abzuschießen. Die CIA entscheidet sich dazu, Sokolov zu retten und den Shagohod - so der Name der Höllenmaschine - zu zerstören. Falls diese Mission nicht gelingen sollte, könnte das für das ohnehin angespannte Verhältnis beider Großmächte üble Folgen haben und sogar den Dritten Weltkrieg auslösen. Die Wahl fällt auf Jack alias Snake, der als Mitglied der neu ins Leben gerufenen FOX-Einheit für diese Aufgabe geradezu prädestiniert ist.
Immer im Bilde
In vergangenen Metal Gear-Episoden schlich man durch hoch technisierte Anlagen und hatte zahlreiche moderne Gerätschaften dabei, die einem das Geheimagentenleben deutlich erleichterten. Dieses Mal ist alles anders. Konami schickt Sie in einen unwegsamen Dschungel, der auch ohne feindliche Soldaten einige Gefahren birgt. Erschwerend kommt noch der "unterentwickelte" Technikstand der 60er-Jahre hinzu. Damals gab es noch keinen Radar, der einen Grundriss der Umgebung und die Position aller sich darin befindlichen Feinde lieferte. Um festzustellen, was in der Ferne passiert und ob Gefahren für die eigene Sicherheit existieren, müssen Sie also unterschiedliche Mittel einsetzen. Die über R1 aktivierte Ego-Sicht findet dabei am häufigsten Anwendung. Da Sie Snake allerdings dadurch zum Stillstehen verdammen, sollten Sie Ihre Position immer mit Bedacht wählen. Zum Glück hat die CIA ein stattliches Arsenal an Agentenspielzeug, das Ihnen das Auskundschaften der Umgebung erleichtert. Mithilfe des Bewegungsmelders, des Sonars und des Personenmelders können Sie entweder alle sich bewegenden Lebensformen, alle Objekte oder sich nähernde Personen ausmachen. Die ersten beiden Hilfsmittel zeigen in einem Kreis in der rechten oberen Bildschirmecke die Ergebnisse an. Erschrecken Sie aber nicht, wenn Sie auf einmal ein halbes Dutzend Punkte in dem Radarkreis sehen. Es kann sein, dass nur einer davon eine Patrouille ist und der Rest Tiere in der Umgebung. In Kombination mit der in der Überlebensanzeige aufrufbaren Karte sollten Sie jedenfalls vor gefährlichen Überraschungen gefeit sein.
