Mercenaries 2: World in Flames

Test Christian Schönlein

Mercenaries 2: World in Flames Ihr 1987er Debütalbum nannten Guns'n'Roses Appetite for Destruction. Man möchte fast meinen dass dieser Slogan das oberste Kredo von Pandemic wäre. Denn so wie in deren aktuellem Spiel Mercenaries 2: World in Flames hat es wohl selten zuvor auf Konsolen gescheppert. Als einer von drei Söldnern legt ihr hier wirklich alles, was die Spielwelt herzugeben hat, in Schutt und Asche. Vom klassischen roten Fass und großen Benzintanks über Fahrzeuge bis hin zu Häusern und sogar ganzen Wohnblocks. Was nicht passt wird passend gemacht. Grund für die Zerstörungsorgie? Ein Auftraggeber hat euch übers Ohr gehauen und wenn man sich schon rächen will, dann bitte möglichst spektakulär. Wenn man auch noch ein bisschen Profit draus schlagen kann, dann ist das nur umso besser.

KAPITALISTEN-SCHWEINE
Mercenaries 2: World in Flames Prinzipiell lässt sich Mercenaries 2 wie ein GTA mit Söldnern und richtig dicken Explosionen umschreiben. Im weitläufigen Venezuela nehmt ihr von verschiedenen Auftraggebern Missionen an und verdient dabei Bares, das ihr in euer Waffenarsenal steckt, mit dem ihr wiederum weitere Aufträge angeht. Allerdings liegen die einzelnen Parteien im Clinch miteinander. Erledigt ihr also beispielsweise massig Aufträge für eine Rebellengruppe, verscherzt ihr es euch mit dem kapitalistischen Ölkonzern United Petroleum und andersherum. Nach und nach eröffnet ihr euch neue Teile der Spielwelt und trefft dort auf weitere Gruppierungen wie Piraten, die sich auf einer Inselgruppe im Norden breit gemacht hat. Neben den Hauptaufgaben gibt es auch noch etliche Nebenmissionen wie das Auffinden und Festnehmen bestimmter Zielpersonen, das Einreißen markierter Gebäude, Zielübungen oder Wettrennen.

DIE KUNST DER ZERSTÖRUNG
Mercenaries 2: World in Flames Obwohl ihr in erster Linie fast immer ein heilloses Durcheinander anrichten müsst, sind die Einsätze erfreulicherweise sehr abwechslungsreich gestaltet. Beispiel: in einer Mission müsst ihr eine Burg zerstören, in einer anderen eine Bohrinsel. Prinzipiell heißt das in beiden Fällen: hinkommen, Luftangriff ordern und das Feuerwerk genießen. Allerdings stehen euch immer zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um ein Ziel zu erreichen. Kapert ihr nun einen Helikopter um auf die Bohrinsel zu gelangen oder setzt ihr euch in ein Schnellboot und sprengt Stützpfeiler? Entführt ihr einen Panzer und sprengt die Mauern der Burg oder ordert ihr Artilleriebeschuss aus der Ferne?

In wieder einer anderen Mission müsst ihr Gebäude ausnahmsweise sogar schützen - was aber nicht heißt, dass ihr die umliegenden Häuser heil lassen müsst. Wo gehobelt wird, da fallen eben Späne - Kollateralschaden nennt sich das wohl. Jedenfalls spielt sich kaum ein Einsatz wie der andere, wenn ihr das nicht wollt. Es liegt an euch stets neue Möglichkeiten auszuprobieren. Überhaupt wirkt Mercenaries 2 sehr facettenreich. Cruist ihr mit einem Jeep durch den Dschungel werdet ihr von kräftigen Farben begrüßt, in von Bürgerkriegen gebeutelte Stadtteile hingegen steigen Rauchschwaden auf und die Farbpalette wirkt mit tristen Gelb und Brauntönen weniger einladend.

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