Medal of Honor: Warfighter im Test: Das hat uns gefallen

Test Stefan Weiß

Wir testen den brandneuen Shooter Medal of Honor: Warfighter von Entwickler Danger Close. Mehrere Redakteure ballern sich derzeit durch die Einzelspielerkampagne von EAs neuem Kriegsspektakel, fertigen Bildmaterial an, tauschen ihre Eindrücke aus. Einen ersten Einblick vor dem fertigen Test plus selbst erstellte Screenshots geben wir euch bereits heute!

Schnörkellose Schooter-Action, kinoreif präsentiert

Pakistan, Dubai, Sarajevo, Philippinen, Jemen, – internationaler Terror und dessen Bekämpfung stehen im Mittelpunkt der Kampagne von Medal of Honor: Warfighter. In dreizehn Missionen schlüpfen Sie abwechselnd in die Rollen von Anti-Terroreinheiten, versehen mit Decknamen wie "Preacher", "Mako" oder "Stump". Raue Charaktere, die sich mit gut vertonten Sprechern militärische Kommandos zuraunzen und verbissen dem jeweils linear vorgegebenen Missionsziel folgen. Dabei wird nicht lange gefackelt, fast hinter jeder Ecke der Levels brennt Entwickler Danger Close ein wahres Skript-Feuerwerk ab, um Sie und Ihre KI-Kollegen bei Laune zu halten. Offene Schusswechsel, Häuserkampf, Scharfschützeneinsätze, Geiselrettung - bekanntes Terrain für jeden Veteranen von Modern-Warfare-Szenarios. Garniert mit reichlich coolen Kameraperspektiven und einem stimmigen Soundtrack hat man oft das Gefühl, einen regelrechten Actionfilm zu spielen. Spaß machten uns auch die im Spiel enthaltenen Verfolgungsjagden mit Zivilfahrzeugen, die ein wenig den Charme eines James-Bond-Spektakels versprühen – etwa, wenn wir mit einem fetzigen Sportflitzer Gegner in den engen Straßen von Karachi verfolgen.

Beeindruckende Technik

Shooter-Fans wissen seit Battlefield 3, welch grandiose Bilder die Frostbite 2-Engine zu leisten vermag, gepaart mit einer zerstörungsfähigen Umgebung. Das gilt auch für Medal of Honor: Warfighter – nicht selten halten wir trotz der hitzigen Schusswechsel um uns herum inne, um die gestochen scharfen Texturen der Soldaten zu bestaunen, der detaillierten Darstellung von Haut, Haaren oder Uniformen. Auch wenn das nicht für alle Objekte im Spiel gilt – so wirken Texturen wie etwa von Blättern oder aufspritzenden Wasserfontänen einfach nur erschreckend zweidimensional und manche Wände oder Mauern erscheinen bei näherer Betrachtung sehr matschig. Das machen jedoch die insgesamt gelungenen Beleuchtungseffekte, Explosionen und Rauch-Darstellung wieder wett. Die zerstörbare Umgebung trägt ihren Teil zum effektgeladenen Spielerlebnis bei, etwa wenn Holzwände oder Mauern unter wuchtigen Geschosseinschlägen wegbröckeln, oder wenn man mit 120 Sachen mit einer Edelkarosse Markstände im Vorbeifahren zertrümmert, Scheiben splittern, Gegenstände physikalisch korrekt durch die Gegend schleudern.

Die Entscheidung der Entwickler, bei Warfighter auf die Frostbite 2-Engie zu setzen, macht sich auf jeden Fall bezahlt, davon zehrt das Spielerlebnis, das eine ganze Ecke "wuchtiger" daherkommt, als im Vorgänger Medal of Honor. Der Vorankündigung, ein möglichst authentisches Shooter-Erlebnis zu bieten, wird Warfighter durch deutlich spürbaren Patronenschaden gerecht. Großartige Deckungsfehler dürfen Sie sich nicht leisten, was wir beim Spielen als positiv empfanden. Das gilt zumindest bei einem Großteil der Missionen – an einigen Stellen, steckten die Gegner und auch wir selber jedoch unerklärlicherweise mehr Treffer sein, hier dürfte der inzwischen angekündigte Patch Abhilfe schaffen.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Medal of Honor: Warfighter im Test: Die Solo-Kampagne
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  3. Seite 3 Medal of Honor: Warfighter im Test: Das hat uns nicht gefallen
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