Medal of Honor: Rising Sun

Test

Mit ein paar gezielten Schüssen bringt man den LKW zur Explosion. Mit ein paar gezielten Schüssen bringt man den LKW zur Explosion. Wir schreiben den 7. Dezember 1941. Gerade träumte Corporal Joseph Griffin noch vom nächsten Heimaturlaub, da reißt ihn eine Erschütterung aus seinen Gedanken. Wie ein donnernder Bienenschwarm brechen japanische Angriffsflieger durch die Wolken und eröffnen erbarmungslos das Feuer. Was folgt, geht unter dem Synonym "Pearl Harbor" als einer der schwärzesten Tage in der Geschichte der US-Streitkräfte in die Historie ein. Innerhalb weniger Minuten zerstören die Japaner mehrere Schiffe der überraschten US-Truppen. Die fatale Folge: Die USA greifen aktiv in den Zweiten Weltkrieg ein.

Der Tod im Reisfeld
Nachdem Sie mit Müh und Not dem Flammeninferno unter Deck entkommen konnten, beginnt auf der Brücke ein gnadenloses Stahlgewitter. Mit dem Bordgeschütz können Sie nun feindliche Flie- ger vom Himmel holen. Festen Boden unter den Füßen erreichen Sie erst, nachdem Sie auch mit dem Geschütz eines Schiffs genug Flugzeuge unschädlich gemacht haben. Nun geht es auf dem Land kreuz und quer durch Südostasien zu historischen Schauplätzen. Zu den Missionen von Joseph Griffin zählt unter anderem das Sprengen der Brücke am Kwai, die Teilnahme an einem streng geheimen Treffen in Singapur oder die Landung auf der Insel Guadalcanal. Bei vielen der Aufträge kann der Protagonist auf die Hilfe von Verbündeten oder befreiten Kameraden setzen. So geben die Mitstreiter Feuerschutz, während Sie Gefangene befreien. An anderer Stelle werden feindliche Geschütze gesprengt, während man die Feinde mit Sperrfeuer in Schach hält. Neben den Hauptmissionen wie der Einnahme eines Tempels oder der Suche nach der Absturzstelle eines Flugzeugs gibt es kleinere Bonusaufträge, durch die später Extras wie Videos oder Veteranen-Interview freigeschaltet werden können.

Dumm und dümmer
Wie von der Serie gewohnt, gibt es mehr als 20 authentische Waffen des Zweiten Weltkrieges. Anfangs nur mit einer Pistole und einem Scharfschützengewehr bewaffnet, nehmen Sie den Feind später mit größeren Kalibern wie einem MG oder einer Panzerfaust aufs Korn. Munition ist, genau wie das eine oder andere Medizinpaket, in den Levels verstreut. Ebenfalls in regelmäßigen Abständen findet man nun mehr oder weniger versteckte Speicherpunkte - eine echter Fortschritt gegenüber dem Vorgänger. Dies ist auch notwendig, denn oftmals wird einem unvermittelt von hinten mit einem Katana der Garaus gemacht, während man die Feinde vor sich bekämpft. Solche Fruststellen wechseln sich mit Passagen ab, bei denen die CPU-Gegner es nicht einmal bemer-ken, wenn direkt neben ihnen der Kamerad mit Schüssen niedergestreckt wird. Auch die eigenen Kameraden gehören nicht zu den hellsten. Oftmals laufen sie ohne Not genau in die Schusslinie. Das kostet sie zwar nicht das Leben, aber viel Munition und jede Menge Nerven. Solche Stellen verdeutlichen das unausgewogene Gameplay des Titels.

Altbackene Technik
Aber nicht nur in Sachen Gameplay kann der Titel die Erwartungen nicht erfüllen, vor allem hinsichtlich der Technik muss man sich die Frage stellen, ob es sich nicht nur um einen Schnellschuss handelt, mit dem die Zeit bis zum "richtigen" Nachfolger überbrückt werden soll. Miese Texturen, wenige Details und Ruckeleinlagen überschatten die nicht gerade zahlreichen Missionen. Der Titel verschießt mit dem grandiosen Auftaktlevel fast schon sein gesamtes Leveldesign-Pulver. Später folgen meist unspektakuläre Abschnitte ohne Überraschungen. Bezüglich der Steuerung und der Audiountermalung lässt Rising Sun dagegen kaum Wünsche offen. Lobenswert auch der neu integrierte Kooperationsmodus, bei dem man zusammen mit einem Mitspieler die Missionen angehen kann. Insgesamt bleibt ein Spiel, das eine packende Atmosphäre bietet, in den meisten Bereichen die hoch gesteckten Ziele aber einfach nicht erreicht.

Bildergalerie

Wertung zu Medal of Honor: Rising Sun (XB)

Wertung:

76 /10

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