Serienrückblick Medal of Honor - Seite 4
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Medal of Honor Frontline feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Was zeichnet die Medal-of-Honor-Spiele aus und wie stehen die Chancen für ein Comeback?
Beide Titel holten überraschend viel Leistung aus der mobilen Spielkonsole raus und überzeugten vorwiegend technisch. 2007 folgte mit Medal of Honor: Vanguard für Nintendo Wii und Playstation 2 der vorläufige Tiefpunkt der Reihe: Innovationsarm, technisch altbacken und allzu linear. Ein Flop! Dass es auch anders geht, zeigte das Ende 2007 veröffentlichte Medal of Honor: Airborne für PC, Playstation 3 und Xbox 360. Das Team von EA Los Angeles rückte in diesem Fall den non-linearen Missionsverlauf in den Mittelpunkt. Als Fallschirmjäger sprangt ihr über insgesamt sechs Einsatzgebieten ab und konntet so den Startpunkt selbst bestimmen. Heraus kam schließlich ein guter Shooter mit einem erfrischenden Ansatz, der aber zu anspruchslos daherkam, als dass er einen wirklich bleibenden Eindruck hinterließ.
Neues Szenario und damit der Absturz der Serie
Das Genre der Weltkriegs-Shooter war zu diesem Zeitpunkt schon lange über seinen Zenit. Nach Vanguard, Airborne und Heroes 2 begann die Umstrukturierung des Medal-of-Honor-Konzepts. EA Los Angeles brachte die Serie in die Gegenwart und stellte den Kampf gegen den Terror in den Mittelpunkt.
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Quelle: Moby Games
Gerade in den frühen Ablegern machte sich der Unterschied zwischen PC- und Konsolen-Ablegern besonders bemerkbar. Medal of Honor: Pacific Assault beeindruckte 2004 mit großen Schlachten und starken Effekten.
Als Soldaten der Tier-1-Spezialeinheit und der Airborne Ranger wart ihr in Afghanistan unterwegs, wo ihr euch infolge der Geschehnisse des 11. September 2001 mit Terroristen anlegen musstet.
Das auf der leistungsstarken Frostbite-Engine basierende Medal of Honor war ein geradliniger, aber durchaus hübsch anzusehender Shooter mit KI-Unterstützung. Leider mangelte es dem Spiel jedoch auch an Seele und Tiefe. Dazu erlangte der Shooter zweifelhaften Ruhm, weil man im Multiplayer-Modus auch die Rolle der Taliban übernehmen konnte.
Quelle: Moby Games
Die Einsätze in Medal of Honor: Airborne starteten mit dem Absprung über dem Zielgebiet. In der Luft entscheidet ihr schließlich selbst, von wo aus ihr die Mission angehen möchtet.
Gerade Vertretern des US-Militärs stieß dies mächtig übel auf. Entwickler EA Los Angeles ersetzte die Fraktion daraufhin durch die "Opposing Forces".
In Deutschland erschien Medal of Honor 2010 lediglich in einer geschnittenen Version, abgetrennte Gliedmaßen und blutige Kopfschüsse fielen der Schere zum Opfer. Medal of Honor erhielt schlussendlich durchschnittliche Wertungen und war spätestens ab diesem Zeitpunkt nur noch ein Shooter von vielen.
Mit Medal of Honor Warfighter (2012) fuhr Danger Close (ehemals EA Los Angeles) die Reihe zunächst endgültig vor die Wand. Spielerisch war Warfighter nicht mehr als eine Ansammlung von 08/15-Mechaniken ohne jegliche Höhepunkte. Während gerade die pathetische und uninspirierte Kampagne Schiffbruch erlitt, zeigten sich zumindest im Multiplayer-Modus einige gute Ansätze.
Das Buddy-System ermutigte Spieler, zusammenzubleiben und miteinander zu interagieren. Die Auswahl an Spielmodi und Karten konnte sich in Verbindung mit der erneut starken Spielgrafik ebenfalls sehen lassen. Doch auch diese positiven Aspekte retteten Medal of Honor: Warfighter nicht. Nach schlechten Kritiken und enttäuschenden Verkäufen kündigte EA-COO Peter Moore wenige Monate nach Release an, dass die Serie erst einmal pausieren würde.
