Serienrückblick Medal of Honor - Seite 3
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Medal of Honor Frontline feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Was zeichnet die Medal-of-Honor-Spiele aus und wie stehen die Chancen für ein Comeback?
Während Medal of Honor: Frontline noch auf die flotten Wechsel zwischen Action- und Stealth-Passagen setzte, ging das ebenfalls 2002 erschienene Medal of Honor: Allied Assault stärker in Richtung des 2003 gestarteten Konkurrenten Call of Duty. Die ruhigen Passagen waren zwar noch vorhanden, rückten aber in den Hintergrund. Stattdessen dominierten lineare Levels, hitzige Feuergefechte und wuchtige Spezialeffekte. Mit einer Spielzeit von zehn bis zwölf Stunden war Allied Assault vergleichsweise kurz. Das von 2015 Games entwickelte Spektakel erschien exklusiv für den PC. Hier überzeugte auch der Mehrspieler-Modus, bei dem sich die Macher teils Anleihen beim Dauerbrenner Counter-Strike nahmen und so im Online-Modus eine treue Fan-Gemeinde aufbauten. In der Folge erweiterten die Entwickler Allied Assault um zusätzliche Story-Einsätze in den Add-ons Spearhead (2002) und Breakthrough (2003).
Zu viel des Guten
Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar: Medal of Honor ist eine Goldgrube! Entsprechend schnell legte Electronic Arts immer weiter nach. Das 2003 veröffentlichte Medal of Honor: Rising Sun entführte die Community in den Pazifik - inklusive des legendären Angriffs der Japaner auf Pearl Harbor.
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Doch der thematische Umzug brachte keine echten Innovationen. Die Medal-of-Honor-Formel in Verbindung mit einer inzwischen souverän heruntergespulten Präsentation nutzte sich spürbar ab. Im selben Jahr erschien zudem der Handheld-Ableger Medal of Honor: Infiltrator für den Game Boy Advance.
Quelle: Moby Games
Medal of Honor: Frontline und Allied Assault beginnen mit dem D-Day und der Invasion der Alliierten in der Normandie. Diese Abschnitte waren wegweisend für die Serie und wurden mit viel Wucht präsentiert.
Wer angesichts des Namens ein Stealth-Spiel erwartete, sah sich indes getäuscht. Stattdessen handelte es sich bei Infiltrator um einen Top-Down-Shooter im Stile des Klassikers Cannon Fodder (1993), der mit an Moorhuhn erinnernden Ego-Ballerszenen gewürzt wurde.
Das 2004 erschienene und von EA Los Angeles entwickelte Medal of Honor: Pacific Assault war ein weiteres PC-Spiel. Das Szenario ähnelte jenem aus Rising Sun stark, allerdings ergänzten die Entwickler das Gameplay um kontrollierbare Computer-Kameraden.
Quelle: Moby Games
Das neue Setting von Medal of Honor: Rising Sun brachte auch spielerische Probleme mit sich. Das dichte Blattwerk und die vielen Grün- und Brauntöne erschwerten bisweilen die Übersicht in den Dschungel-Levels.
Auf Tastendruck nahmen diese etwa feindliche Stellungen aufs Korn oder flankierten Gegner. Diese Veränderung gab dem Spiel etwas mehr Tiefe und sorgte - gemeinsam mit der aufgefrischten Präsentation - für einen weiteren Achtungserfolg der Serie.
Weiter ging es bereits 2005 mit Medal of Honor: European Assault für PS2, Xbox und GameCube, das in Frankreich, Nordafrika, der Sowjetunion und Belgien spielte. Die größer gehaltenen Levels besaßen neben klaren Hauptzielen auch versteckte Nebenaufgaben, die es erst zu finden galt.
Zudem erweiterte man das Shooter-Gameplay um einen Adrenalin-Modus, der Spieler vorübergehend zu unverwundbaren Kampfmaschinen mit unendlich vielen Kugeln im Magazin machte.
Das Konsolenspiel enttäuschte eingefleischte Fans mit diesem noch actionreicheren Ansatz und dem fehlenden Online-Modus. 2006 und 2007 folgte dann noch einmal ein wahres Bombardement an Medal-of-Honor-Games. So erschienen die PSP-Handheld-Teile Heroes und Heroes 2; Letzterer wurde später auch für die Nintendo Wii umgesetzt.
