Oft bleiben blutige Spuren zurück.
Der Game Boy Advance ist durchaus für Kinder geeignet. In Kombination mit diesem Spiel nicht! Die Geschichte von Max Payne Ad-vance ist bereits aus dem PC-Original bekannt und bietet für GBA-Verhältnisse recht harten Stoff. Auch die Szenarien wurden nicht verändert und werden aus einer isometrischen Perspektive dargestellt. An die veränderte Ansicht hat man sich nach den ersten Spielminuten gewöhnt und ballert sich fortan souverän durch bedrückend wirkende U-Bahn-Haltestellen, heruntergekommene Motels oder Nachtclubs. Die Bullet-Time ist dabei ein ständiger hilfreicher Begleiter, da so auf besonders stilvolle Weise Gegner beseitigt werden können. Und das ständige Benutzen dieses Features ist auch wirklich nötig, um am Leben zu bleiben, da die Gegner aus allen Rohren feuern und Max
in diesem Punkt überlegen sind.
Das Ableben der Feinde wird von haufenweise Pixelblut begleitet. Steht ein Gangster recht nahe an einer Wand, so hinterlassen die einschlagenden Projektile Blutflecken daran. Die Umgebungen bieten sehr viele Interaktionsmöglichkeiten. So kann man zum Beispiel beinahe alles durch genügend Feuerkraft zerstören. Witzige Details - etwa eine Toilettenspülung oder ein Massagebett - sind sehr gelungen. Die rudimentären Schalterrätsel sind aber kaum der Rede wert. Die Entwickler haben es - trotz der technischen Limitierungen - geschafft, die Geschichte sehr atmosphärisch zu erzählen. Besonderes Lob verdient dabei die durchgehende Sprachausgabe. Leider ist das Abenteuer um Max' Leidensweg in knapp vier bis fünf Stunden durchgespielt und bietet somit nicht sehr viel Umfang. Daran ändern auch die freischaltbaren Cheats und zwei zusätzliche Schwierigkeitsgrade nichts. Zudem wird das Spielgeschehen sehr langsam, wenn viel auf dem Bildschirm los ist. Das fällt allerdings kaum ins Gewicht, da man eh alle paar Meter die Bullet-Time benutzt.
