Mass Effect: Andromeda im Test - Mängel auf der PS4, PC-Technik-Check und Multiplayer
Test
Auf der letzten Seite unserer Tests zu Mass Effect: Andromeda lest ihr einen kurzen Technik-Check der Kollegen von PC Games Hardware sowie einen kurzen Einblick in den Mehrspieler-Modus.
In diesem Artikel
- Seite 1 Mass Effect: Andromeda im Test - Story, Charaktere, Entscheidungen
- Seite 2 Mass Effect: Andromeda im Test - Spielwelt, Hubs, Kampfsystem
- Seite 3 Mass Effect: Andromeda im Test - Skill- und Itemsystem, Bedienung und Technik, Fazit/Wertung
- Seite 4 Mass Effect: Andromeda im Test - Mängel auf der PS4, PC-Technik-Check und Multiplayer
- Seite 5 Bildergalerie
PS4-Version mit deutlichen Mängeln
Die PS4-Version von Mass Effect: Andromeda kann optisch nicht mit dem PC mithalten. Auch andere Frostbite-Titel haben da bereits Beeindruckenderes gezeigt. Die Qualität der Texturen lässt teilweise zu wünschen übrig und häufig laden sie auch sehr spät nach. An sehr belebten Orten wie der Nexus-Raumstation hat das Spiel außerdem spürbare Probleme die 30 FPS aufrecht zu erhalten. Während man mit dem Nomad über die Planeten heizt kommt es immer wieder zu kurzen Aussetzern. Auch einen kompletten Absturz des Spiels konnten wir beobachten. Selbst auf der PS4 Pro im 1080p-Betrieb sind diese Probleme regelmäßig zu beobachten.
Quelle: PC Games
Der doppelte Drack ist nur einer von vielen Glitches, die uns in der PS4-Version begegnet sind.
Auch sonst hat die Fassung mit diversen technischen Mängeln zu kämpfen. Wir haben einige Questbugs beobachtet, eine kritische Nebenquest ließ sich sogar absolut nicht abschließen. Im Interface frieren gerne mal Einblendungen ein, die sich nur durch einen Neustart wieder beseitigen lassen. Gleiches gilt für die Sprachausgabe des Protagonisten, wo das Spiel immer mal wieder vergisst den Stimmverzehrer des Helms abzuschalten. Hinzu kommen regelmäßige Glitches der Charaktere, deren Animationen in Zwischensequenzen einfrieren, sie komplett unsichtbar werden oder sogar verdoppeln. Aufgrund der technischen Probleme bewerten wir die PS4-Version drei Punkte niedrieger.
Die Steuerung mit dem Dualshock 4 entspricht dem üblichen Standard. Es lassen sich sogar sechs verschiedene Controller-Layouts auswählen, die sich in einigen Tastenbelegungen und der Ausrichtung für Links- und Rechtshänder unterscheiden. Einzig die Belegung des Waffenrads auf die Touchpad-Taste ist zunächst sehr gewöhnungsbedürftig.
PC-Technik-Check
Nicht nur beim Szenario macht Mass Effect: Andromeda einen großen Sprung. Statt Unreal- steckt nun Frostbite-Technik unter der Haube. Mass Effect: Andromeda ist ein sehr hübsches Spiel geworden, daran gibt es kaum Zweifel. Insbesondere die PC-Version protzt mit sehr aufwendigen
Quelle: PC Games Hardware
Die PC-Version bietet Möglichkeiten, die Optik-Pracht sogar jenseits Ultra -Einstellungen, dann wird allerdings eine schnelle Grafikkarte fällig.
Effekten, einer hohen Weitsicht, vielen Details, schicken Texturen und einer ansehnlichen volumetrischen sowie globalen Beleuchtung. Dabei protzt insbesondere die PC-Version mit technisch hochwertigen, schicken Effekten, etwa sehr imposanten, sauber gefilterten Reflexionen, einer tollen Tiefenschärfe samt Bokeh-Effekten, die in den Zwischensequenzen für Kino-Flair sorgt, sowie einer effizienten temporalen Kantenglättung. Die Detailstufe "Ultra" ist dabei noch nicht einmal das Maximum; Beleuchtung, Effekte sowie die Umgebungsverdeckung können noch über diese Stufe hinaus erhöht werden. Diese hohe Effektdichte und die aufwendigen Beleuchtungs- sowie Verschattungseffekte sorgen für eine sehr hohe Grafiklast, insbesondere bei maximierten Einstellungen.
Aktuelle Mittelklasse-Grafikkarten wie GTX 1060 oder RX 480 erzielen in Full HD mit maximalen Details Bildraten um 45 Fps, mit denen man durchaus ordentlich spielen kann. Ähnliches gilt für die alternde ehemalige Oberklasse in Form von GTX 970 oder R9 290. Vier Gigabyte Grafikspeicher reichen bis einschließlich WQHD. Mit maximalen Details sind 2.560 × 1.440 Pixel ab einer GTX 1070 gut spielbar.
Mit einer älteren (Mittelklasse-)GPU wie einer GTX 960, GTX 770 oder R9 280X solltet ihr für Full HD eher hohe Details ins Auge fassen, dann läuft das Sci-Fi-Abenteuer auch auf älterer Hardware flüssig. Allerdings gilt hier wie in allen anderen Fällen: Die Zwischensequenzen sind teils außerordentlich anspruchsvoll und drücken die Bildraten hin und wieder auch mal deutlich nach unten - wie gut, dass hier hohe Bildraten nicht zwangsweise nötig sind. Laufen die Cutscenes auf eurem Rechner deutlich zu langsam, reduziert zuerst einmal die Effektqualität, die Tiefenschärfe ist sehr aufwendig zu berechnen. Die CPU steht eher im Hintergrund, ein halbwegs aktueller Vierkern-Prozessor mit rund 3,5 GHz sollte es bestenfalls aber schon sein. Dazu habt ihr im günstigsten Fall 16 Gigabyte RAM und die Installation auf einer SSD.
Multiplayer-Modus und Einsatzteams
Wie schon der Vorgänger verfügt Mass Effect: Andromeda über einen kooperativen Mehrspieler-Modus. Dieser ist über die sogenanneten Einsatzteams mit der Kampagne verknüpft. Im Mehrspieler-Modus verkörpert ihr die Elitesoldaten der APEX-Miliz. Diese ist in der Andromeda-Galaxie mit diversen Kampfaufträgen betraut. Zunächst stehen euch zahlreiche menschliche Kämpfer in den gewohnten Klassen wie Soldat, Frontkämpfer und Wächter zur Auswahl. Jeder mit seinen eigenen Fähigkeiten. Kämpfer der anderen Völker wie Asari, Kroganer und die neuen Angara müssen erst über Lootboxen freigeschaltet werden.
Quelle: PC Games
In der Kampagne schickt ihr Einsatzteams auf Missionen, die ihr wahlweise auch selbst im Multiplayer spielen könnt.
Durch absolvierte Kämpfe streicht ihr Erfahrungspunkte ein, die euren Kämpfer im Level aufsteigen lassen. Dabei verdient ihr Skillpunkte, mit denen ihr Spezialangriffe verbessert und die allgemeine Widerstandsfähigkeit erhöht. Zusätzlich rüstet ihr den Charakter mit den gewünschten Waffen und Boostern aus, die ihr ebenfalls über Versorgungspakete erhalten könnt. Die temporären Verbesserungen sorgen dann zum Beispiel für erhöhten Schaden oder mehr Erfahrungspunkte im Verlauf einer Partie.
Bis zu vier Spieler kämpfen auf derzeit fünf verschiedenen Karten. Das Angebot an Maps soll nach dem Release des Spiels kostenlos erweitert werden. In Wellen wehrt ihr Feinde ab, nehmt vorgegebene Punkte der Karte ein und schaltet spezielle Ziele aus. Nach jeder Partie erhält der Spieler MP-Credits, die im Store für neue Lootboxen ausgegeben werden können.
Auch in der Kampagne spielt die APEX-Miliz als Sicherheitstruppe der Nexus eine Rolle. Über ein Terminal stehen verschiedene APEX-Missionen zur Auswahl. Diese könnt ihr nun entweder selbst spielen, indem ihr direkt in den Mehrspieler-Modus wechselt, oder ihr schickt eure Einsatzteams auf die Mission. Das funktioniert ähnlich wie der Kartentisch in Dragon Age: Inquisition, ist hier jedoch völlig optional. Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit kehren eure Einsatzteams zurück und erhalten Erfahrungspunkte. Dadurch verbessern sich die Teams mit der Zeit und können schwierigere Missionen absolvieren. Zusätzlich bekommt Ryder einige kleine Belohnungen wie Credits oder Rohstoffe. Auswirkungen auf die Handlung oder Quests gibt es nicht.
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