Mario Party 8

Test Christoph Kraus

Mario Party 8 STERNENBONUS
Als Zusatz-Spielregel könnt ihr wie in den Vorgängern bestimmen, dass es nach Ablauf der 10 bis 50 Runden (in Fünferintervallen selektierbar) Bonus-Sterne hagelt. Diesmal wird jeweils derjenige Spieler mit einem zusätzlichen Relikt belohnt, der die meisten Münzen in Minispielen gesammelt hat, der die meisten roten Felder heimgesucht hat, der am meisten Kohle in den Läden verprasst hat, der die weiteste Strecke zurückgelegt hat, der auf die meisten Ereignisfelder besuchte und der die meisten Bonbons mampfte. Hier ist ein Hauch an Innovation spürbar, denn viele dieser Sonderbelohnungen gab es im Vorgänger noch nicht.
Wundert euch übrigens nicht, warum es in Mario Party 8 keine Kugeln mehr gibt, in denen die Items verborgen sind. Diese wurden jetzt durch Bonbons ersetzt: Durch den Verzehr des Zweimal-Leckerli dürft ihr beispielsweise zweimal würfeln und dank Spring-Bonbon wechselt ihr eure Position auf dem Spielfeld mit einem Mitstreiter. Nicht gerade innovativ, denn all diese strategischen Schachzüge waren schon in den Vorgängern möglich. Mario Party 8 weckt hier den Anschein, dass uns die Entwickler alte Extras unter neuem Deckmantel präsentieren, ohne neue zu integrieren Wir hätten uns gerade bei den Items mehr frische Ideen gewünscht. Doch wichtig ist auf’m Platz, lehrte uns schon Sepp Herberger. Wie schaut es also auf den Feldern aus?

DAS VOLLE BRETT!
Bei der Anzahl der Spielbretter orientierten sich die Entwickler eng an den GameCube-Vorgängern: Weiterhin gibt es also sechs Stages mit unterschiedlichen Settings: „DKs Tropenthron“ repräsentiert eine Dschungellandschaft mit cooler Urwald-Kanone, die zahlende Gäste zu sonst unerreichbaren Bereichen donnert. „Gumbas Südseesteg“ lässt Erinnerungen an die Isla Delfino aus Super Mario Sunshine aufkommen, „Shy Guys Wunderbahn“ spielt auf einer antiquaten Dampflok. „König Buu Huus Horrorhof“ beherbergt derweil eine Mopsmaschine, die man durch Gedrückthalten von A und gleichzeitiges Zurückziehen der Wii-Fernbedienung in Schwung bringt – so könnt ihr euren Gegnern Münzen rauben. Die einzige freischaltbare Stage ist „Bowsers Stahlstern“ – gleichzeitig die düsterste Stage im ganzen Spiel.
Das Design der einzelnen Bretter lehnt sich – für uns wenig überraschend – an die früheren Serienableger an. Weder glänzt Mario Party 8 mit allzu innovativen noch optisch herausragenden Spielfeldern – der Wow-Effekt bleibt größtenteils aus. Spielerische Frische bringt einzig „Koopas Stadt der Mogule“, denn in diesem Monopoly-Verschnit fallen die Regeln ein wenig anders aus. Um hier zu gewinnen, klappert ihr alle Hotels ab, die das Spielbrett beherbergt, und zahlt dort Miete ein. Wieviel Kohle ihr an den Hotelbesitzer Koopa abdrückt, bleibt ganz und gar euch überlassen – ein Stern winkt euch in jedem Fall. Doch sobald ein Mitspieler mehr Münzen abdrückt als ihr es getan habt, gehört ihm die Herberge. Auch euer Stern geht euch somit flöten. Strategisches Geschick ist also nötig, wer auf diesem Spielbrett als Sieger hervortreten möchte. Diese Stage hat uns gleichzeitig am meisten Spaß gemacht – eine willkommene Abwechslung zu den anderen Szenarien!

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk