Madden NFL 17: PS4- und Xbox-One-Version von Electronic Arts' diesjähriger Football-Sim im Test
Test
Am 8. September startet die neue Saison der NFL mit dem Spiel der Carolina Panthers gegen die Denver Broncos. Dank Madden NFL 17 können sich Football-Fans aber bereits jetzt wieder um Yards, Field Goals und Touchdowns streiten. Wir haben die Versionen für PS4 und Xbox One unter die Lupe genommen.
Nach dem eher durchwachsenen Jubiläumsauftritt Madden NFL 25 schlug die Reihe mit den beiden letzten Ablegern ja bereits einen sehr guten Weg ein. So ist es dann auch wenig verwunderlich, dass sich Madden NFL 17 eher mit der Evolution der Reihe beschäftigt, statt eine Revolution vom Zaun zu brechen. Oder anders ausgedrückt: Statt Veränderungen um der Veränderung willen einzubauen, verfeinert EA Tiburon lieber das bereits vorhandene Gameplay.
Madden 17 im Test: Rush, little baby, don't say a word
Quelle: play4
Mit dem neuen Kick-Meter habt ihr mehr Kontrolle über Kick-Offs, Field Goals und Punts - gute Neuerung!
Eine bereits im ersten Match auffällige Neuerung: Die Unterschiede zwischen den Teams sind in diesem Jahr viel deutlicher. Wie im realen Football zeichnen sich die Mannschaften nun durch individuelle Stärken und Schwächen aus, die auch auf dem Field klar erkennbar sind. Sprich: Defensivstarke Teams wie die Broncos oder die Seahawks gehen die Partien ganz anders an als Offensiv-Monster wie die Patriots oder die Steelers. Dasselbe gilt auch für die bevorzugte Taktik. Man merkt direkt, ob man gegen eine Pass-Maschine wie die Chargers spielt oder gegen ein Rush- Team wie die Titans. Apropos Rush: Durch ein paar neue Optionen im Ground Game wandert der Fokus des Spiels weg vom teils übermächtigen Passen der Vorgänger - eine variable Taktik ist in Madden 17 eher der Schlüssel zum Sieg. Gleichzeitig gibt es aber auch in der Defensive ein paar neue praktische Tools, um die Angriffe der Gegner zu unterbinden, verbesserte Zuordnungen etwa. Auch bei den Special Teams gibt es ein paar frische Optionen wie Tricks und ein überarbeitetes Kick Meter, um Stärke, Richtung und Höhe des Kicks zu bestimmen.
Top: Der neue Franchise-Modus
Quelle: play4
Der Pass ist unterwegs, jetzt kann man nur noch hoffen, dass der Receiver seine Fingerchen an den Ball bekommt.
Bei den Modi hat man sich in diesem Jahr ganz auf den Ausbau des Franchise-Modus konzentriert. Ultimate Team bekam lediglich ein paar kleine Neuerungen wie eine verbesserte Team-Chemie verpasst, bei Draft Champions, in dem ihr eine Fantasie-Mannschaft aus alten und neuen Stars baut, hat sich sogar überhaupt nichts getan. Die Änderungen am Franchise-Modus trösten darüber jedoch hinweg. Hier betreut ihr nach wie vor ein NFL-Team eurer Wahl, entweder als Coach, als Owner oder als ein einzelner Spieler. Besonders die Entwicklung der Athleten wirkt nun viel realistischer und geradliniger, neben dem wöchentlichen Training hagelt es auch für gute Spielzüge Erfahrungspunkte, die ihr neuerdings direkt nach dem Match in Status-Updates investiert. Ebenfalls sehr schön: Statt Matches komplett zu simulieren oder zu spielen, könnt ihr euch nun rein auf Defense oder Offense beschränken oder im "Play the Moments"-Modus nur in wichtigen Situationen wie kritischen 3rd Downs eingreifen - top! Abgerundet wird das Franchise-Paket durch schön gemachte, realistische Drafts, von dem auch die KI-Teams endlich einmal vernünftig profitieren.
