Vampire aufgepasst! Mit diesem Duo ist nicht zu spaßen.
Aarons Schwert ist vor allem bei Nacht eine gute Wahl.
BILD: N-ZONE
Wir erinnern uns an Boktai für den Game Boy: Konami wagte sich auf neues Terrain. Ein modulinterner Solar-Sensor nahm die reale Sonnenstrahlung war und übertrug sie ins virtuelle Abenteuer. Was in der Theorie toll klang, war dem Spaß in der Praxis weniger dienlich. Ohne Sonne funktionierte die Waffe des Helden nicht und das Game war beinahe unspielbar. Dieses Manko gibt es in Lunar Knights - der inoffiziellen Fortsetzung der Boktai-Trilogie - nicht mehr.
Gelungene Vampirhatz
Der Wegfall des Solar-Sensors und neue Aspekte sorgen für Unterhaltung. So etwa die Kämpfe, die das Heldenteam aus einer isometrischen Perspektive bestreitet. Mit der R-Taste werden Gegner anvisiert. Das Lock-On-System stellt sicher, dass keine Schläge danebengehen und der Spieler sich auf das Ausweichen und Blocken konzentrieren kann. Auf Knopfdruck verhindert ein großes Schild gegnerische Treffer. Mit der L-Taste lässt sich bequem zwischen verschiedenen Waffen und den sogenannten Terrennials wechseln.
Diese Elementargeister spenden ihre Kraft nicht nur den mitgeführten Waffen, sondern verschmelzen manchmal mit den Haupt-figuren. In diesem Super-Modus ermöglichen sie gewaltige Angriffe, die über Knopfdruck und den Touchscreen ausgeführt werden. Kleine Gegner hinterlassen nach ihrem Ableben Heilgegenstände oder Objekte, die später zum Aufbessern der eigenen Waffen benutzt werden können. Außerdem gibt es für erledigte Monster Erfahrungspunkte und die Charakterwerte der beiden Helden steigen.
Der Rollenspiel-Aspekt des Titels wird durch optionale Nebenquests verstärkt. Dabei gilt es zum Beispiel, in bereits erledigten Verliesen nach Heilkräutern zu suchen. Nach den Bosskämpfen folgen Action-Passagen im Weltall: Kontrolliert wird das Raumschiff über den Touchscreen. Steuerung und Präsentation dieser Missionen sind auf ähnlich hohem Niveau wie die lässigen Anime-Videos, welche die Handlung weiterspinnen. Hätten die Entwickler die Menüs und die Verliese ähnlich liebevoll gestaltet, hätte einem Hit nichts im Wege gestanden.
