Luigi's Mansion: ​Neuauflage des Luigi-Spiels für 3DS im Test

Test Johannes Gehrling
Luigi's Mansion: ​Neuauflage des Luigi-Spiels für 3DS im Test
Quelle: Nintendo

Während die Switch im nächsten Jahr mit dem brandneuen Luigi's Mansion 3 bedacht wird, kommt der erste Teil heuer als Neuauflage auf den 3DS. Mit Erfolg? In unserem Test erfahrt ihr, was sich im Vergleich mit dem Original getan hat und ob Luigi's Mansion auch 16 Jahre nach dem erstmaligen Release noch Spaß macht.

Endlich angekommen: Auf dem 3DS bekommt Luigi's Mansion (jetzt kaufen 68,58 € )üüber 16 Jahre nach der Erstveröffentlichung die Version spendiert, die es eigentlich schon von Anfang bekommen sollte. Damals schon wollten die Entwickler das Spiel nämlich mit 3D-Technik präsentieren, entsprechende Bildschirme waren seinerzeit aber noch extrem teuer, sodass die Pläne schlussendlich verworfen wurden. Überzeugt das fünfterfolgreichste Spiel des Gamecube auch auf der aktuellsten reinen Handheld-Konsole aus dem Hause Nintendo, dem 3DS?

Würdevoll gealtert

Luigi's Mansion ist in der Tat sehr gut gealtert. Zwar wurden die Grafik und vor allem das Design der Figuren für die Neuauflage überarbeitet und der Detailgrad der Spielwelt erhöht, spielerisch hat sich das Abenteuer aber nicht verändert. Das heißt: Ihr schlüpft entgegen der Gangart zahlreicher Nintendo-Spiele nicht in die Rolle von Mario, sondern dessen etwas schlankeren Bruder Luigi. Der erfährt eines Tages unerwartet von einem großen Gewinn, eine Villa soll er angeblich bekommen. Kurzerhand verabredet er sich dort mit Mario, dieser ist zum vereinbarten Zeitpunkt aber nicht anzutreffen. Stattdessen gerät Luigi in die Hände frecher Geister. Doch Glück: Der etwas verrückt anmutende Professor Imanuel Gidd (I. Gidd) rettet den Protagonisten mit der grünen Mütze. Dieser durchläuft anschließend ein Tutorial, wird mit Taschenlampe, Game Boy Horror sowie Schreckweg 06/18 ausgestattet und macht sich sodann auf, die gruselige Villa auf der Suche nach Mario zu durchstöbern. Dort wimmelt es nur so vor verschiedensten, zumeist ziemlich witzigen Geistern, die allesamt eine Eigenschaft teilen: Sie haben eine Schwachstelle. Diese unterscheidet sich jeweils, doch habt ihr sie entdeckt, könnt ihr alle Geister mit der Taschenlampe anleuchten und sie anschließend mit dem Schreckweg 06/18 einsaugen und somit einfangen.

Das Abenteuer in Luigi's Mansion besteht neben der Geisterjagd aus der Suche nach Schätzen und Schlüsseln. Letztere sind zwingend notwendig, um verschlossene Türen zu öffnen und dadurch in der Geschichte voran zu kommen. Schätze wie Goldmünzen, Geldscheine, Goldbarren und Ähnliches findet ihr in allen möglichen Ecken und Winkeln der gruseligen Villa. Die könnt ihr nämlich penibel absuchen, fast alle Schubladen und Schränke lassen sich öffnen, fast jeden Teppich könnt ihr wegsaugen, müsst ihr aber nicht. Je mehr Reichtümer ihr anhäuft, desto größer wird Luigis Belohnung nach Spielende. Das gesamte Spiel ist in mehrere Abschnitte unterteilt und endet immer mit einem Bosskampf. Zwischendurch kehrt ihr stets zurück in das Labor von Professor I Gidd. Von dort aus erreicht ihr jederzeit den Trainingsraum, könnt Amiibo für hilfreiche Goodies wie Lebensenergie einscannen und gelangt zur Galerie. Dort wiederum findet ihr alle eingefangenen besonderen Geister und könnt erneut gegen sie kämpfen, um neue Highscores aufzustellen. Außerdem gelangt ihr über das Labor in den kooperativen Mehrspieler-Modus. Dieser erstreckt sich über das gesamte Spiel, wenn beide Mitspieler im Besitz von Luigi's Mansion für 3DS sind. Beim Download-Spiel dürft ihr nur im Trainingsraum und in der Galerie ran. So oder so: Spieler 1 übernimmt die Führung und entscheidet darüber, welche Räume betreten werden. Spieler 2 kann nämlich weder Türen öffnen noch Schlüssel einsammeln oder Modi auswählen. Ansonsten darf er aber vollumfänglich bei der Geisterjagd helfen. Abgesehen von der etwas zu niedrigen Bildwiederholrate ist der Multiplayer gut umgesetzt und ein schöner Spaß für Koop-Fans. Das Spiel ist in mehrere recht kurze Abschnitte aufgeteilt, am Ende jedes Abschnitts müsst ihr einen Boss-Gegner in hübscher Inszenierung erledigen. Quelle: N-ZONE Das Spiel ist in mehrere recht kurze Abschnitte aufgeteilt, am Ende jedes Abschnitts müsst ihr einen Boss-Gegner in hübscher Inszenierung erledigen.


Tolle Musik, kurzer Spaß

Glänzen kann Luigi's Mansion auch 2018 noch mit einer extrem dichten und toll inszenierten düsteren Atmosphäre sowie jeder Menge eingängiger Ohrwurm-Melodien. Das Optische geht Hand in Hand mit der Musik und erzeugt ein stimmiges Gesamtpaket, das leider viel zu schnell vorbei ist: fünf bis maximal zehn Stunden solltet ihr zum Durchspielen etwa benötigen, mehr aber auch nicht. Immerhin habt ihr dank dem Koop-Modus einen guten Ansporn, das Spiel mit verschiedenen Freunden mehrfach zu bewältigen, mehr Singleplayer-Umfang hätten wir uns für die Neuauflage aber gewünscht. Die Steuerung setzt auf eine Mischung aus Buttons und Bewegungssteuerung und ist dadurch etwas griffiger als noch zu Gamecube-Zeiten, zudem habt ihr die Wahl zwischen zwei verschiedenen Steuerungsschemata. An einem Punkt merkt ihr Luigi's Mansion sein Alter durchaus negativ an, nämlich beim Speichersystem. Sichern könnt ihr im Labor oder in der Villa bei den Toads, automatisch gespeichert wird aber nicht. Das führt in Zeiten allgegenwärtiger Autosave-Funktionen zur Gefahr, das Spiel ohne Speichern zu beenden und somit bereits geleistete Erfolge ins digitale Nirwana zu schicken, was uns beim Test gleich zweimal tatsächlich auch passiert ist. Nichtdestotrotz bietet Luigi's Mansion auch in der 3DS-Neuauflage ein empfehlenswertes spaßiges Abenteuer, das besonders in der herbstlichen Halloween-Zeit bei einer heißen Tasse Tee und dem gelegentlichen Blick durchs Fenster auf die kalte und nasse Außenwelt für wohlige Atmosphäre beim Spielen sorgt.

Meinung

Wertung zu Luigi's Mansion (3DS)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Interessante Rätsel und AufgabenTolle, düstere AtmosphäreKomplettes Spiel im Multiplayer spielbarHilfreiche Karte mit SchlüsselanzeigeHerrliche Ohrwurm-Melodien
Recht geringer SpielumfangNiedrige Framerate im MultiplayerAltbackenes Speichersystem
Fazit

„Luigi’s Mansion ist gut gealtert. Schlagt zu, wenn ihr es noch nicht gespielt habt.“

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