Little Nightmares 3 im Test: Koop oder Singleplayer? Welchen Modus solltet ihr spielen?

Test Vivien Ziermann
Little Nightmares 3 im Test: Koop oder Singleplayer? Welchen Modus solltet ihr spielen?
Quelle: PC Games

Little Nightmares 3 könnt ihr sowohl im Online-Koop als auch im Singleplayer mit KI-Unterstützung spielen. Wir verraten die Vor- und Nachteile beider Modi.

Kampf statt Flucht

Ab und zu sind wir auch über Abschnitte gestolpert, an denen wir uns mit Low und Alone tapfer den Monstern entgegenstellen müssen. Mit Lows Bogen als Fernkampf- und Alones Schraubenschlüssel als Nahkampfwaffe ergibt sich in den Kämpfen ein dynamisches Zusammenspiel, das gute Kooperation erfordert. Besonders im Online-Koop sorgt das für spaßige Momente.

Allerdings müssen wir an der Stelle insbesondere den Fernkampf, konkret die Handhabung von Lows Bogen kritisieren. Die Idee, die beiden Hauptcharaktere als Nah- und Fernkämpfer einzusetzen, ist gut, aber zumindest im Fernkampf furchtbar umgesetzt. Denn Lows Bogen lässt sich nicht steuern. Wir können ihn ausrüsten und wieder einpacken und natürlich schießen, mehr aber auch nicht.

Zielen funktioniert nicht manuell, nur automatisch. Das bedeutet, Low visiert automatisch Gegner oder andere Ziele an, sobald sich ein Trigger in Reichweite befindet. Das sorgt unweigerlich dafür, dass Low oft ins Leere schießt. Zudem sind Lows Bewegungen mit ausgerüstetem Bogen stark eingeschränkt. Er bewegt sich langsamer und gehemmter als ohnehin schon und Springen ist gar nicht mehr möglich.

Die Idee, ein bisschen mehr Kampf in das Rätsel-Jump'n'Run einzuarbeiten, bringt mehr Abwechslung ins Spiel und sorgt für frischen Wind. Aber bitte, liebe Entwickler, wenn ihr uns einen Bogen gebt, dann lasst uns auch damit zielen.

Alone zertrümmert den Kopf einer Puppe. Low steht daneben und beobachtet sie. Quelle: PC Games Damit wir den Schlüssel erhalten, den wir brauchen, um unsere Reise fortzusetzen, musste die Puppe ihren Kopf verlieren.

Koop mit Freunden oder KI?

Da wir Little Nightmares 3 sowohl allein mit KI als auch gemeinsam mit Freunden im Online-Koop spielen können, stellt sich natürlich die Frage: Sollten wir uns den Albträumen lieber allein stellen oder gemeinsam mit einem Freund? Beide Modi haben ihre Vor- und Nachteile. Sie lassen sich flüssig spielen und, sofern die Internetverbindung mitspielt, laufen beide Modi ohne Probleme.

Im Singleplayer mit der KI kommt es häufiger vor, dass unser Begleiter bereits verrät, was im folgenden Abschnitt zu tun ist. Die KI rennt voraus, zeigt den Weg vor, geht direkt in die Schleichposition oder drückt bereits auf Schalter, die wir zum Weiterkommen aktivieren müssen. Damit wird uns von den ohnehin schon einfach gehaltenen Rätseln sehr viel abgenommen und es werden teilweise sogar Auftritte von Gegnern gespoilert, weil sich die KI bereits im Versteck befindet.

Bildergalerie

In einigen Momenten ist die KI aber auch viel zu langsam. Einige Male ist es vorgekommen, dass wir Fluchtabschnitte wiederholen mussten, weil die KI von den herunterkommenden Felsbrocken erwischt wurde. Und an Durchgängen, die zu zweit geöffnet werden müssen, warten wir jedes Mal ewig, bis unser KI-Begleiter da ist und uns tatkräftig zur Seite steht. Während der Kämpfe macht die KI aber eine gute Figur.

Im Koop-Modus ist uns lediglich aufgefallen, dass sich einige Objekte, die wir zu zweit bedienen oder öffnen müssen, schwierig greifen lassen, sobald eine Person bereits davorsteht. Ansonsten haben wir hier nichts weiter zu bemängeln. Ob das neue Abenteuer aus der Feder von Supermassive Games wirklich den Charme von Little Nightmares einfangen konnte und ob es technische Probleme gab, erfahrt ihr auf Seite drei.

  1. Seite 1 Story, Schleichen und Flucht
  2. Seite 2 Kämpfe, Singleplayer oder Koop?
  3. Seite 3 Spiedesign, Technik, Wertung & Fazit
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