Little Nightmares 3: Sorgt der Koop-Modus für noch mehr Gruselspaß?

Special Michael Grünwald
Little Nightmares 3: Sorgt der Koop-Modus für noch mehr Gruselspaß?
Quelle: Bandai Namco

Einen Monat vor Release durften wir bereits Little Nightmares 3 spielen. Wir verraten euch, ob der Entwicklerwechsel zu Supermassive Games etwas verändert.

Es ist alles ein wenig verwirrend: Die Marke Little Nightmares geht weiter. Teil drei erscheint schon in einem Monat, am 10. Oktober, auf PC, PS5, PS4, Switch 1 und 2, Xbox Series und Xbox One. Allerdings sitzt an der Entwicklung nicht mehr das ursprüngliche Studio, sondern Supermassive Games, die Macher von Until Dawn und der Dark Pictures Anthology.

Die Schöpfer von Little Nightmares, Tarsier Studios, bringen im nächsten Jahr dagegen ihr eigenes Spiel namens Reanimal auf den Markt. In beiden Titeln schlüpfen wir in die Haut von kleinen, putzigen Wesen, die sich in einer Welt voller Gefahren und grotesken Schrecken zurechtfinden müssen. Die Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen und dennoch haben beide Spiele ihre eigene Daseinsberechtigung. Nach unserer Reanimal-Session auf der Gamescom hatten wir nun auch die Gelegenheit, Little Nightmares 3 (jetzt kaufen 79,99 € / 33,99 € ) zu spielen.

Doppelter Grusel in Little Nightmares 3

Zum ersten Mal in der Geschichte der Reihe dürfen wir gemeinsam durch das Abenteuer streifen. Teil drei bietet endlich einen Koop-Modus, den wir bislang schmerzlich vermisst haben. Einen Haken an der Sache gibt es allerdings noch.

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Es ist ein reiner Online-Koop, gemeinsames Zocken und Gruseln auf der Couch bleibt uns weiterhin verwehrt. Auch Crossplay-Support wird's zum Release nicht geben. Die Entwickler versuchen aber, noch nachträglich eine Möglichkeit zu schaffen, auf unterschiedlichen Plattformen zusammen zu spielen.

In beiden Punkten hat die Konkurrenz von Reanimal derzeit die Nase vorn. Denn sowohl ein Couch-Koop-Modus als auch Crossplay wird beim Titel von Tarsier unterstützt. Das kann für viele Spieler am Ende ausschlaggebend sein.

Schleichen nimmt einen großen Part des Gameplays ein. Doch auch Rätsel, Fluchtsequenzen und kleinere Kämpfe stehen hin und wieder im Mittelpunkt. Quelle: Bandai Namco Schleichen nimmt einen großen Part des Gameplays ein. Doch auch Rätsel, Fluchtsequenzen und kleinere Kämpfe stehen hin und wieder im Mittelpunkt.

Beste Freunde für immer

Six, das Mädchen mit dem gelben Regenmantel, und Mono, der schüchterne Junge mit der Papiertüte über dem Kopf, sind Geschichte. Ins Rampenlicht in Little Nightmares 3 drängeln sich nun die besten Freunde Low und Alone.

Vor dem Start der Reise wählen wir aus, wer welchen Charakter übernimmt. Doch Supermassive denkt auch an Solo-Spieler, denn sitzen wir allein vor PC oder Konsole, übernimmt die KI die andere Figur und hilft uns in bestimmten Situationen.

In Little Nightmares 2 wurden in manchen Abschnitten bereits ganz behutsam einige Hilfsmittel eingeführt, in Teil 3 sind unsere Charaktere dagegen permanent bewaffnet. Low besitzt einen Bogen und Alone einen Schraubenschlüssel. Wir sind in wenigen Momenten also nicht mehr komplett wehrlos und können manche Feinde angreifen.

Das Wüsten-Kapitel durften wir zwar noch nicht spielen, freuen uns aber schon auf einen unüblich helleren Abschnitt. Quelle: Bandai Namco Das Wüsten-Kapitel durften wir zwar noch nicht spielen, freuen uns aber schon auf einen unüblich helleren Abschnitt. Doch nicht nur in Kämpfen sind die Gadgets wertvoll, auch beim Lösen mancher Rätsel braucht es den Bogen und den Schraubenschlüssel. Ihr merkt schon, trotz des Entwicklerwechsels bleibt sich die Marke treu und verändert das Gameplay nicht grundlegend. Das ist auch gut so, schließlich macht der Mix aus Horror und Rätselspaß ordentlich Laune.

Über die Story können wir selbst nach knapp zwei Stunden Spielzeit nicht wirklich viel erzählen. Wir durchleben mit den zwei Hauptfiguren unter anderem Abenteuer in einer Süßigkeitenfabrik, einer Wüste und einem Jahrmarkt. Die Orte sind wie immer düster, trostlos und strotzen nur so vor Gefahren.

Die Atmosphäre ist eine der Stärken der Reihe: Regen, Gruselstimmung und eine tolle Audiokulisse sorgen für eine tolle Erfahrung. Quelle: Bandai Namco Die Atmosphäre ist eine der Stärken der Reihe: Regen, Gruselstimmung und eine tolle Audiokulisse sorgen für eine tolle Erfahrung.

Albtraum auf dem Oktoberfest

Neben einem Koop-Run auf dem Jahrmarkt durften wir auch die Solo-Erfahrung ausprobieren. Zu den Besonderheiten für Einzelspieler kommen wir später noch, denn eine Sache fällt dabei recht schnell auf. Erstmal können wir sagen, dass wir mit Gameplay und Atmosphäre selbst ohne richtiges Tutorial direkt vertraut waren.

Die Steuerung ist weiterhin intuitiv und trotz neuer Gagdets nicht überfordernd. Neben Schleichen, Flüchten, Verstecken und kleineren Kämpfen standen in unserem Abschnitt auch immer wieder Rätseleien auf dem Plan.

Kisten schieben hier, Schlüssel suchen da, und zusätzlich müssen wir die grauen Zellen noch für ein paar Logik- und Umgebungsrätsel anstrengen. Einige haben wir mit unserem Mitspieler recht schnell gelöst, bei anderen standen wir deutlich länger auf dem Schlauch. Eine Knobelei wirkte dagegen ein wenig zusammenhangslos eingebaut. Da waren sich alle beim Anspieltermin einig.

Das Koop-Gameplay steht insgesamt häufig im Fokus und funktioniert sehr gut. Im Vergleich zu Reanimal ist die Kamera nicht auf beide Charaktere fixiert und so können wir uns deutlich weiter voneinander entfernen und die Figuren müssen nicht auf einem Bildschirm zu sehen sein. In diesen Momenten braucht es noch ein wenig mehr Extra-Kommunikation untereinander. Seite 2 zu unserer Vorschau von Little Nightmares 3 nicht verpassen: trotz kleiner Trial&Error-Frustmomente gibt es Horror-Feeling pur.

  1. Seite 1 Koop, Story, Gameplay
  2. Seite 2 Atmosphäre und Solo-Gameplay
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