Little Nightmares 2 in der Vorschau: (Alp)traumhafte, groteske und vielversprechende Reise für Mono und Six
Special 26,99 €
Das groteske Indie-Horror-Abenteuer rund um die beiden Kinder Mono und Six will sich diesmal auf die Welt außerhalb des Schlunds konzentrieren. Statt klaustrophobischer Umgebungen gibt es also dunkle und toll belichtete Wälder, viel Abwechslung in den Szenerien und eine deutlich hübschere Grafik. Außerdem wurden viele Verbesserungen am Spielprinzip vorgenommen. Maci durfte Little Nightmares 2 bereit spielen und verrät euch, warum das Abenteuer verdammt vielversprechend ist.
Der stimmungsvolle Vorgänger konnte uns zwar durch seine dichte Atmosphäre und die packende Geschichte rund um den alptraumhaften "Schlund" bis zum Ende an der Stange halten, die ungenaue Steuerung, ein viel zu starker Fokus auf öde Stealth-Einlagen und etwas zu uninspirierte Levels hielten das Horror-Adventure aber qualitativ weit entfernt vom auffälligen Vorbild Inside. Mit Little Nightmares 2 möchten die Jungs und Mädels von Tarsier Studios alte Fehler ausmerzen, aber auch auffällig neue Wege gehen. Statt dem Schlund und der klaustrophobischen Stimmung des Erstlings steht diesmal die Außenwelt und der sogenannte "Signal Tower" im Fokus. Außerdem ist Six dank Mono nicht mehr nur auf sich alleine gestellt.
Dass ein zweiter Teil irgendwann kommen würde war aufgrund des Erfolgs klar, ganz offiziell machte es Publisher Bandai Namco aber erst auf der Gamescom 2019. Dort wurde das Indie-Adventure mit starkem Horror-Fokus mit einem kleinen Teaser angekündigt. Normalerweise hätten wir uns den Titel genauer auf der diesjährigen Ausgabe der Gamescom zu Gemüte geführt, doch aufgrund der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie (Verflucht seist du!) musste das Preview-Event von Daheim aus stattfinden.
Wir durften uns in die groteske Welt von Little Nightmares 2 begeben und verraten euch, warum uns der bisher gespielte Abschnitt zum schicken Horror-Abenteuer rund um die Kinder Mono und Six enorm überzeugen konnte.
Gemeinsam durch die Hölle
Quelle: Bandai Namco
Diesmal im Team! Der neue Protagonist ist der schüchterne Mono, stets an seiner Seite ist aber die beliebte Six, Hauptcharakterin aus dem Vorgänger.
Im 2017 veröffentlichten Erstling fokussierte sich die Handlung auf das junge Mädchen Six sowie die klaustrophobischen Umgebungen innerhalb des Schlunds. Das übergreifende Thema war für die Entwickler damals "Hunger". Im Sequel soll sich nun einiges ändern: Zuallererst übernehmen wir diesmal die Rolle des Jungen Mono, über den bisher noch recht wenig bekannt ist. Six wird jedoch auch weiterhin eine wichtige Figur sein, sie ist nämlich stets an unserer Seite. Wer jetzt auf ein spannendes Koop-Adventure in Richtung von Unravel hofft, den müssen wir leider enttäuschen. Zwar wurde zu Beginn versucht, Koop-Gameplay zu implementieren, es stellte sich aber schnell heraus, dass die eigentliche Vision der Reihe darunter zu sehr leiden würde. Trotz alledem ergibt sich ein völlig neues Spielgefühl durch den zweiten Charakter. Wie Six im ersten Teil bereits bewiesen hat, ist sie eine starke Persönlichkeit, trotz alledem sind beide Charaktere immer wieder aufeinander angewiesen.
Eine weitere wichtige Änderung ist, dass sich die Entwickler diesmal auf die Welt außerhalb des Schlunds fokussieren möchten. So soll der Signalturm im Zentrum der Handlung stehen. Das über allem stehende Thema im zweiten Teil ist "Entkommen". Neue Antagonisten sind unter anderem der Jäger und die Lehrerin.
Die Inhalte der Demo
Quelle: Bandai Namco
Ein toller Ansporn: Überall in der Welt verteilt können neue Kopfbedeckungen für den Jungen Mono gefunden werden.
In unserer Anspielsession wacht Mono neben einem Fernseher auf. Was es damit auf sich hat ist noch unbekannt, die vielen Fernseher in der Spielwelt sollen aber eine gravierende Bedeutung haben. Daraufhin bewegen wir uns durch einen enorm atmosphärischen und stimmig inszenierten Wald, der uns mit kleinen Rätseln fordert. So treffen wir immer wieder auf Laubbedeckte Areale, in denen sich Bärenfallen verstecken. Ein neues Feature von Little Nightmares 2 (jetzt kaufen / 26,99 € ) ist, dass wir fortan gewisse Gegenstände als "Waffen" nutzen können. Die helfen uns natürlich nur wenig gegen die riesigen Antagonisten, einen großen Schuh als Wurfobjekt für die Bärenfallen im Laub zu nutzen klappt aber recht gut. Daraufhin führt uns unser Weg langsam in ein verlassenes Haus voller Leichenteile und Fliegenschwärmen. Nach ein paar Rätseln gelingt es uns dann, Six aus einem Keller zu befreien. Die restliche Demo konzentriert sich auf die Flucht von Six und Mono vor einem der neuen Hauptantagonisten, dem Jäger.
Fortschritt in jeder Hinsicht
Quelle: Bandai Namco
Ohweh! Die übergroßen Antagonisten machen uns auch im zweiten Teil das Leben zur Hölle. Im Fokus stehen diesmal aber der Jäger und die Lehrerin.
Little Nightmares 2 dreht exakt an den richtigen Stellschrauben und präsentiert ein überaus vielversprechendes Horror-Adventure. Mono und Six funktionieren schon jetzt großartig als Team. Zusätzlich hat sich das Team viele kleine Details einfallen lassen, die der Spielwelt, der Atmosphäre und der Motivationskurve guttun. Scheitern wir zum Beispiel, so blicken wir nach einem kurzen Ladebildschirm auf Mono und Six, die kauernd und verzweifelt auf dem Boden sitzen. Ebenfalls lassen sich überall in der Spielwelt unterschiedliche Kopfbedeckungen für Mono finden. Zu Beginn trägt der schüchterne Protagonist noch eine Tüte mit zwei Gucklöchern auf dem Kopf, einen spielerischen Ansporn zu schaffen, die Welt genauestens abzusuchen erhöht die Motivation aber deutlich. Uns konnte die kurze Anspielsession zu Little Nightmares 2 mit Leichtigkeit überzeugen und wir wollen unbedingt mehr davon sehen. Hoffentlich bald!
