Life is Strange ist gerettet! So gut ist Double Exposure wirklich

Special Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Life is Strange ist gerettet! So gut ist Double Exposure wirklich
Quelle: Square Enix

Max Caulfield ist zurück: Findet das Story-Adventure dank Zeitlinien-Eskapaden und jeder Menge Emotionen zu alter Stärke zurück? Wir konnten die ersten beiden Episoden von Double Exposure spielen!

Im Jahr 2025 feiert der erste Teil von Life is Strange sein zehnjähriges Jubiläum. Das vom französischen Indie-Studio Dontnod Entertainment entwickelte Coming-of-Age-Adventure begeisterte nicht nur mit einer tollen Story und liebenswerten Charakteren. Das stimmungsvolle Gesamtkonzept aus verträumtem Teenie-Adventure und Entscheidungsoptionen, wie man sie damals beispielsweise von Telltales The Walking Dead kannte, zog die Spielerinnen und Spieler tief in den Bann.

Am 29. Oktober 2024 folgt nun endlich der direkte Nachfolger - allerdings aus der Feder von Deck Nine Games, die schon Life is Strange: Before the Storm (2017) und Life is Strange: True Colors (2021) abgeliefert haben. Auch in der Geschichte liegen rund zehn Jahre zwischen den Ereignissen. Protagonistin Max Caulfield ist jetzt eine junge Erwachsene. Sie muss erneut einen schweren Verlust hinnehmen und wandert diesmal zwischen den Zeitlinien.

Der Tod verändert alles

Life is Strange: Double Exposure (jetzt kaufen 39,90 € ) führt euch an die Caledon-Universität. Hier hat Max als ambitionierte Fotografin endlich ein Zuhause gefunden. Ihre Freunde spielen dabei eine besondere Rolle - allen voran ihre beste Freundin Safi, die Tochter der Dekanin. Doch das Schicksal schlägt erneut zu, als Safi auf mysteriöse Weise ermordet wird. Sorry, aber dieser Spoiler musste sein, denn dieser Twist stellt Max' Welt auf den Kopf.

Max und Begleiter gucken einen Block an. Quelle: Square Enix Die besondere Beziehung zwischen Max und Safi wird in Life is Strange: Double Exposure gekonnt in Szene gesetzt. Etwa beim dezent chaotisch-wilden Fotoshooting auf einer ranzigen Bowlingbahn zu Beginn des Spiels oder bei einer Stippvisite in der örtlichen Bar Snapping Turtle.

Die Besitzerin Amanda flirtet mehr oder weniger unauffällig mit Max, die es allerdings nicht bemerkt. Safi macht Max darauf aufmerksam und ermutigt sie, den nächsten Schritt zu wagen. Die Entscheidung, ob sie es tut, liegt aber immer noch bei uns. Amanda fungiert hier als Love Interest, ohne jedoch so im Mittelpunkt zu stehen wie Chloe im ersten Teil.

Max wirkt in Life is Strange: Double Exposure sichtlich gereift und auch selbstbewusster, obwohl Chloe immer noch eine Rolle in ihrem Leben spielt. An ihrer liebenswerten Verpeiltheit und ihrem verspielten Nerd-Humor hat sich jedoch wenig geändert.

Interessant ist auch die Besetzung der Nebenrollen im Spiel: Da ist zum Beispiel der introvertierte Moses, den Safis Tod besonders hart trifft, oder Vinh, das profilierungssüchtige Lästermaul der Universität. Die Figurenkonstellation ist vielschichtig und bietet dank der unterschiedlichen Motive und Verstrickungen einiges an Konfliktpotenzial.

Bildergalerie

Im Vergleich zu früheren Serienteilen macht der neue Teil von Life is Strange technisch einen deutlichen Sprung nach vorn. Vor allem die Gesichtsanimationen sind viel detaillierter als in den Vorgängern, sodass wir beispielsweise Details wie ein kleines Lächeln viel besser erkennen können. Wieder mit dabei ist übrigens Max' Tagebuch, das sich dynamisch mit den Ereignissen verändert.

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