Landwirtschaftssimulator 25 im Test: Konsequente Weiterentwicklung mit kleinen Schwächen
Test
Mit dem Landwirtschaftssimulator 25 schickt Entwickler Giants Software seine Flaggschiff-Simulation in die nächste Runde. Größer, besser, umfangreicher lautet dabei das Motto. Ob dieser Plan aufgeht, klären wir im Test.
Willkommen Zuhause: Drei Jahre Entwicklungszeit hat es gedauert, bis Giants Software mit dem Landwirtschaftssimulator 25 den neuesten Teil der beliebtesten Simulationsreihe Deutschlands veröffentlicht. Dabei kommen Fans in den Genuss einer ganzen Reihe interessanter Neuerungen, die den Vorgänger konsequent weiterentwickeln.
Das kommt euch alles irgendwie bekannt vor? Tja, genauso haben wir damals auch über den Landwirtschaftssimulator 22 gesprochen. Denn auch beim neuesten Serienableger leisten die Entwickler jede Menge an Feinschliff, erfinden das Rad aber wieder einmal nicht neu.
Wir haben uns deshalb den LWS 25 im Test genauer angeschaut und verraten euch jetzt, ob und wenn ja, inwiefern sich der Kauf für Fans und Neueinsteiger gleichermaßen lohnt. Dabei dürft ihr euch durchaus auf das ein oder andere Déjà-vu gefasst machen - im positiven wie im negativen Sinne.
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Meine kleine Farm: Aller Anfang ist schwer (?)
Aber die wichtigste Frage zuerst: Hat es der Claas Ares 600 ins Spiel geschafft? Die Antwort lautet: leider nein. Wer darauf gehofft hat, mit dem legendären Traktor die Felder der eigenen virtuellen Farm bestellen zu können, muss wie schon beim LWS 22 wohl oder übel auf eine Mod warten.
Gute Nachrichten gibt es hingegen für alle Fans, die sich fragen, welche Neuerungen der LWS 25 denn eigentlich im Vergleich zum Vorgänger zu bieten hat. Doch dazu müssen wir ein bisschen weiter ausholen.
Wer nämlich den LWS 25 zum ersten Mal startet, der merkt kaum, dass es sich um ein neues Spiel handelt. Das Menü und die Charaktererstellung unterscheiden sich nur geringfügig vom Vorgänger. Wir haben die Wahl zwischen der "Karriere" und dem Mehrspielermodus. Entscheiden wir uns für die Karriere, wählen wir einen Speicherstand und gestalten unser virtuelles Alter Ego.
Dabei gibt es wie im Vorgänger eine solide, aber nicht allzu umfangreiche Sammlung an Gesichtern und Frisuren zur Auswahl. Ebenso können wir aus einem großen Kleiderschrank unterschiedliche Klamotten und Accessoires für unseren Charakter aussuchen, die von bekannten Marken wie Engelbert Strauß, Claas und John Deere lizenziert sind.
Wie schon aus dem Vorgänger gewohnt, entscheiden wir uns beim Start eines neuen Spielstands für einen von drei Schwierigkeitsgraden. Zudem legen wir unser Startkapital und den Anspruch der Wirtschaft fest. Das nachfolgende Tutorial der Karriere haben die Entwickler überarbeitet: Bei unserem ersten Besuch auf der Starter-Farm in Riverband Springs begrüßt uns ein älterer Herr, der sich als unser Großvater vorstellt.
Er erklärt uns, dass unser Vater "nicht haben wollte", was er aufgebaut hat. Stattdessen sollen wir jetzt das Familienerbe antreten. Das ist jetzt nicht wirklich kreativ, aber wer von einem Spiel wie dem LWS 25 eine tiefschürfende Story erwartet, der sollte vielleicht doch lieber Stardew Valley zocken.
Quelle: PC Games
Landwirtschaftssimulator 25 im Test: Konsequente Weiterentwicklung mit kleinen Schwächen (12)
Leider haben die Entwickler es versäumt, den mit dem Tutorial aufgenommenen roten Faden im späteren Spielverlauf weiterzuverfolgen. Denn nachdem uns unser Großvater die Grundlagen der Hofarbeit erklärt hat (Säen, Ernten und Verkaufen), lässt uns das Spiel alleine.
Großvater erklärt uns immerhin, dass wir uns mit Fragen jederzeit an ihn wenden können. Wer ihn anspricht, kann sich Hilfe zur Land-, Vieh- und Forstwirtschaft holen. Dazu müssen wir aber mit einem von drei weiteren NPCs sprechen. Besuchen wir beispielsweise Ben, können wir ihn zum Thema Landwirtschaft ausfragen.
Quelle: PC Games
Landwirtschaftssimulator 25 im Test: Konsequente Weiterentwicklung mit kleinen Schwächen (7)
Ben erklärt uns detailliert jeden einzelnen Schritt des Getreide- und Früchteanbaus. Das Problem dabei: Wir erfahren zwar genau, wie der Anbau funktioniert, wer sich die einzelnen Schritte aber nicht merken kann, muss sich durch das Hilfemenü klicken. Eine direkte Anzeige der einzelnen Schritte im Interface gibt es leider nicht.
Auch eine echte Kampagne mit einer eigenen Story oder Missionen suchen wir vergebens. Stattdessen stehen wir nach einer knappen halben Stunde Spielzeit ohne konkrete Aufgabe vor einer schier endlosen Fülle an Optionen. Die wiederum können auf Neueinsteiger ziemlich erschlagend wirken.
Der LWS 25 wiederholt damit also einen Fehler, unter dem schon der Vorgänger zu leiden hatte: Wer neu in die Simulationsreihe einsteigt, braucht Zeit und Geduld, um sich zurechtzufinden. Zwar erklärt uns das Spiel die Bedienung größtenteils per Einblendung im Interface, aber was wir wann und warum zu tun haben, müssen wir selbst herausfinden.
Bildergalerie
Teilweise lässt die Bedienung auch zu wünschen übrig: Wir können nämlich keine eigenen Markierungen auf der Weltkarte setzen, sondern nur Gebäude und Geschäfte mit einem Marker versehen. Felder können wir lediglich "besuchen", sprich: Unsere Spielfigur teleportiert sich dorthin. Unsere Fahrzeuge müssen wir aber selbst zum jeweiligen Feld fahren. Das führt dazu, dass wir uns zu Beginn des Spiels häufiger verirren, weil wir uns auf der Karte noch nicht auskennen.
