Das kunterbunte Surf-Abenteuer ist einer der letzten Ausläufer der großen Pinguin-Trendwelle, die mit der Dokumentation Die Reise der Pinguine und dem Animations-Hit Happy Feet ihren absoluten Höhepunkt erreichte, dann aber schnell abebbte.
Könige der Wellen, Sony Pictures, erhältlich für ca. 30 Euro
Dass sich das Publikum mittlerweile an den gefiederten Frackträgern satt gesehen hat, musste Sony schmerzlich an den Ticketverkäufen feststellen. Könige der Wellen ist zwar technisch (A-Klasse-Animationen) und formal(Mockumentary-, also Fake-Doku-Stil) höchst interessant, schwächelt aber bei Charakterzeichnung und Story. So plätschert die Geschichte über weite Teile vor sich hin und lässt richtig gute Gags vermissen.
In ihrem Mittelpunkt steht der junge Pinguin-Heißsporn Cody, der den lieben langen Tag auf dem Surfbrett steht und seinem großen Idol, dem ehemaligen Surf-Champion Big Z, nacheifert. Als ein Wal auf der Suche nach neuen Surf-Talenten für den zehnten alljährlichen Big Z Memorial Cup in seinem antarktischen Heimatort Station macht, sieht er seine große Chance gekommen. Doch die karibische Konkurrenz ist hart - allen voran der rücksichtslose Favorit Tank Evans. Codys Traum droht nach einer ersten Niederlage jäh zu zerplatzen. Wären da nicht seine neuen Freunde und ein griesgrämiger Einsiedler mit geheimnisvoller Vergangenheit.
FILMWERTUNG: 6 Punkte
Könige der Wellen, Sony Pictures, erhältlich für ca. 30 Euro
BILD 9 PUNKTE
Das Bild ist rasiermesserscharf, detailreich, farbprächtig und enorm kontrastreich. "Defekte" wie Grießeln und Schmutz sind aufgrund des Doku-Stils gewollt.
TON 7 PUNKTE
Die hinteren Lautsprecher könnten etwas mehr Pegel vertragen, der Sub springt hauptsächlich bei den großen Wellen an. Trotz TrueHD ein recht zahmer Mix.
EXTRAS 8 PUNKTE
Zwei animierte Kurzfilme, entfallene Szenen, fünf Dokumentationen, zwei Audiokommentare, Musikvideo, Bildergalerie, Szenen-Entwicklung und mehr.
