Lolo und Klonoa sind einander sichtlich sympathisch.
Gemeinsam mit seiner Retterin Lolo reist der langohrige Held durch die Königreiche von Lunatea, um deren magische Glocken zu suchen. Dabei kommen ihnen allerdings die Piratin Leorina und ihre Komplizin Tat in die Quere, die es auf Klonoas verzauberten Ring abgesehen haben. So vertraut wie die Story mutet auch das Gameplay an, allerdings in durchwegs positivem Sinne. Obwohl sich Klonoa meistens nur entlang einer unsichtbaren magnetischen Linie bewegen darf, sind die verspielten Levels allesamt dreidimensional; Flüge aus Kanonenrohren oder Sprünge von Turmdächern fühlen sich sehr "räumlich" an. Die klassischen Hüpfereien über Plattformen, Boote und Sprungfedern gewinnen durch eine witzige Idee an Charme und Abwechslung: Anstatt seine Gegner aus dem Weg zu prügeln, packt Klonoa umhertollende Kugelmönsterchen einfach mit seinem Ring und verwendet sie - je nach Rasse - als Sprungbälle, Hubschrauber oder Wurfgeschosse. Alternativ kann ein zweiter Spieler in Gestalt von Lolos Begleiter Popka dem Helden etwas Sprunghilfe leisten. Die Kombination von Hilfsmitteln, Monstern und den eigenen Füßen verlangt zunehmend Timing und Fantasie, ebenso wie die schweißtreibenden Boss-Kämpfe. Mit Items gepflasterte Minispielpassagen wie Surf-Levels sorgen für Auflockerung, und von der Übersichtskarte aus darf man jederzeit in bekannte Abschnitte eintauchen, um nach versteckten Goodies zu fahnden. Die kunterbunte, extrem japanische Aufmachung von Klonoa 2 wird sicher nicht jedem Spieler zusagen, doch für jüngere und jung gebliebene Jump&Run-Freunde ist der Titel ein echtes Highlight, zumal Namco sogar an einen 60-Hz-Modus gedacht hat! Lediglich die Dudelmelodien der Marke "Zauberwald", "Geisterschloss" etc. gehen mit der Zeit etwas auf die Nerven.
Bildergalerie: Klonoa 2 - Lunatea's Veil
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