In der Tube ist vor allem eine gute Balance gefragt.
Bisher hatten alle Surf-Spiele auf der PS2 ein kleines Problem: Sie waren schlicht und einfach stinklangweilig. Damit Kelly Slater's Pro Surfer nicht das gleiche Schicksal widerfährt, hat Activision dem neuen Trendsporttitel eine ganze Reihe abwechslungsreicher Spielmodi spendiert. Herzstück des Spiels ist (wie nicht anders zu erwarten) der Karriere-Modus, bei dem Sie von Strand zu Strand reisen um dort verschiedenste Level-Ziele zu erfüllen. Neben "normalen" Aufgaben wie dem Erreichen einer bestimmten Punktzahl, dürfen Sie unter anderem Badegäste nass spritzen und für spektakuläre Fotos posieren. Wer beim ersten Mal nicht alle Missionsziele erfüllt, darf beliebig oft von neuem beginnen. Ehrgeizige Surf-Freunde können so bessere Attribute für ihren Charakter, neue Boards und jede Menge Cheats freischalten. Die nötigen Punkte erhalten Sie durch Ausführen von drei verschiedenen Arten von Tricks (Aerials, Face- und Tube-Moves). Richtig gute Resultate erzielen Sie aber erst durch Kombination dieser Kunststücke, da nur so höhere Ergebnismultiplikatoren erreicht werden. Dieses Aneinanderreihen von ausgefallenen Tricks hält das so genannte "Special Meter" auf Maximum, was in späteren Spielstufen gar nicht mehr so leicht ist, da die Wellen ziemlich anspruchsvoll werden und Ihnen immer mehr abverlangen. Die einzelnen Levels unterscheiden sich nicht nur grafisch voneinander, sondern auch in puncto Intensität, Wellenhöhe und Geschwindigkeit. Langweilig wird das Wellenreiten dadurch so schnell nicht. Damit auch Trendsportanfänger mit der Surfsimulation etwas anfangen können, bietet Kelly Slater's Pro Surfer nicht nur ein sehr gutes, umfangreiches Tutorial, sondern auch eine sanft ansteigende Lernkurve. Auch die Steuerung ist gut gelungen und ermöglicht eine sehr präzise Kontrolle Ihres Surfers. Wer mit einer Aufgabe trotzdem überfordert ist, darf beliebig in den übrigen Einzelspielermodi üben. Für heiße Zweispielergefechte gibt es unter anderem den Push-Modus, der mittlerweile in fast jedem Trendsport-Game von Activision zu finden ist. Bis auf einige nicht weiter störende Ruckler und gelegentliche Kameraprobleme entspricht auch die grafische Umsetzung des Titels durchaus aktuellen Ansprüchen. Dies gilt nicht nur für die erstklassig aussehenden Wellen sondern auch für alle Animationen und nicht zuletzt die Hintergrundgrafiken. Vor allem spätere Levels laden dank ansprechender Optik zu ausgedehnten Surf-Sessions ein. Anders als bei vielen anderen Trendsportspielen dröhnt bei Kelly Slater's Pro Surfer kein harter Alternative/Independent-Sound aus den Lautsprechern sondern atmosphärische Instrumentalklänge. Damit auch Nicht-Surfer so richtig in Stimmung kommen, enthält der Titel über eine Stunde gutes Videomaterial, das richtig Lust und Laune macht, auch mal im richtigen Leben aufs Brett zu steigen.
