Import-Test: Jump Superstars

Test

Vor jedem Spiel wählt ihr eines eurer Kartendecks aus. Vor jedem Spiel wählt ihr eines eurer Kartendecks aus. Kennt jemand die schäbige Polizeistation vor dem Kameari-Park in Katsushika-Ku? Falls nicht, dürft ihr euch kaum als echten Manga-Kenner bezeichnen. Osamu Akimotos Comicserie Kochikame um den faulen Polizisten namens Ryo gehört schon seit mehr als 37 Jahren zum festen Repertoire japanischer Buchhändler und ist im Land der aufgehenden Sonne ungefähr so beliebt wie hierzulande Paulchen Panther oder Lucky Luke.

Aber auch viele andere Manga-Stars haben es dank des japanischen Comic-Magazins Shonen Jump zu einer großen Fangemeinde geschafft. In Jump Superstars geben sich zahlreiche aus dem Magazin bekannte Kopffüßler die Klinke in die Hand - die Entwickler griffen auf insgesamt 27 Manga-Serien zurück.

Unter den Protagonisten tummeln sich Persönlichkeiten wie Naruto aus der gleichnamigen Serie, Yugi aus Yu-Gi-Oh!, Yo Asakura von Shaman King, Ruffy aus One Piece oder eben der oben erwähnte Gesetzeshüter Ryo. Anscheinend haben die Entwickler von Ganbarion aber nicht nur fleißig Mangas gelesen, sondern auch häufig Super Smash Bros. Melee ins Laufwerk geworfen - anders lassen sich die spielerischen Parallelen nicht erklären.

Fensterln

Jede Stage des zweidimensionalen Prügelspiels stellt euch vor gewisse Aufgaben, die in den verschiedenen Welten zu erledigen sind. Primärziel jedes Abschnitts ist es, euren drei Gegnern innerhalb des Zeitlimits möglichst viele Leben zu rauben und dabei die eigene Haut zu schonen.

Wenn ihr als Sieger aus dem Match hervorgeht, wandern neue Comicfenster in euer Deck, die Spezialangriffe, Heiltränke oder neue Charaktere repräsentieren. Um diese Symbole während einer laufenden Partie zu aktivieren, drückt ihr einfach euren Daumen auf das entsprechende Feld. Außerdem gibt es weitere Sekundärbedingungen, die euer Deck ebenfalls anwachsen lassen. So müsst ihr beispielsweise eine gewisse Anzahl an Münzen sammeln oder versuchen, den Kampf mit voller Energieleiste zu bestehen.

Jetzt kommt sogar ein wenig Strategie ins Spiel: Vor Antritt eines Kampfes dürft ihr die Zusammenstellung eures Decks den jeweiligen Gegebenheiten anpassen. So beeinflusst ihr durch die Auswahl der Comicfenster, zwischen welchen Charakteren ihr wechseln dürft und ob euch Heiltränke zur Verfügung stehen. Da jedes Fenster unterschiedlich groß ist, gilt es abzuwägen, ob ihr auf eine breit gefächerte Kämpferauswahl setzt und euch dafür weniger Heiltränke zur Verfügung stehen oder ob ihr zahlreiche Items bevorzugt.

Spruchreif

Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Kombination der Comicfenster gelegt. So müssen bekannte Zitate von Manga-Helden den jeweils passenden Figuren zugeordnet werden. Wer der japanischen Sprache nicht mächtig ist oder die Vorlagen nicht kennt, für den könnte die Wahl allerdings recht schwierig werden. Dies ist allerdings die einzige taktische Komponente des Spiels, da die Steuerung kinderleicht beherrschbar ist und sämtliche Tasten eingängig belegt sind.

Jump Superstars spielt sich nicht nur sehr temporeich und flüssig, sondern wurde auch überaus witzig inszeniert. Bei den Spezialangriffen, über die jeder Charakter individuell verfügt, kommt dies sehr schön zur Geltung. Da schwingt sich Ryo auf seinen Drahtesel, um sich seiner Feinde zu erwehren, oder Ruffy nutzt seine elastischen Arme, um eine Gegnerhorde auf einen Streich zu besiegen.

Ein weiterer Clou: Mit nur einer Cartridge kämpft ihr mit euren freigeschalteten Figuren gegen bis zu vier Freunde. Sollten eure Kumpane ebenfalls über eigene DS-Karten verfügen, dürft ihr sogar gegenseitig Items tauschen. Wir hoffen, dass Nintendo bald schon einen deutschen Termin rausrückt - sonst hüpfen die Superstars aus Shonen Jump noch im Dreieck!

Bildergalerie

Wertung zu Jump Superstars (NDS)

Wertung:

83 /10
Fazit

Effektreiches Button-Smashing ohne Tiefgang, für Manga-Fans aber ein absolutes Muss!

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