Juiced

Test

Bei einem Soloauftritt eines eigenen Gangmitgliedes kann man die Fahraggression einstellen. Bei einem Soloauftritt eines eigenen Gangmitgliedes kann man die Fahraggression einstellen. Zusätzliche Würze erhalten die Rennen durch Wetten. Die Auswahl des Konkurrenten will wohl überlegt sein. Es macht schließlich nur sehr wenig Sinn, einen Fahrer herauszufordern, dessen Wagen 40 oder 50 PS mehr unter der Haube hat. Den Höhepunkt des Wettgeschäfts stellen zweifelsohne die Pink-Slip-Rennen dar.

Hier sind nur zwei Fahrer beteiligt und der Wetteinsatz ist nicht etwa Geld, sondern der fahrbare Untersatz selbst. Und wenn es um das eigene, bis ans Limit getunte Baby geht, sind Adrenalinschübe im Sekundentakt vorprogrammiert. Rennerfolge bringen harte Währung auf das Konto und sie steigern auch das Ansehen bei den anderen Gangs (siehe Extrakasten "Respekt").

Das Zusammenspiel von Wetten, der sehr guten künstlichen Intelligenz und dem Fahrverhalten der virtuellen Heckschleudern macht Juiced zuetwas Besonderem. Alle CPU-gesteuerten Fahrer verhalten sich überwiegend der jeweiligen Situation angemessen und verlangen dem Spieler einiges an Können ab. Die Konkurrenten drängeln, schneiden und nutzen geschickt den Windschatten aus.

Dieses Prinzip basiert allerdings auf Gegenseitigkeit; so kann der Spieler seinen Vordermann durch eine aggressive Verfolgung zu Fahrfehlern zwingen. Das Preisgeld und der Wetteinsatz erhöhen zusätzlich die künstliche Intelligenz der Konkurrenten. Nimmt man beispielsweise an einem Rennen teil, ohne eine Wette abzuschließen, hat man keine Probleme, den Sieg zu erringen.

Winkt hingegen ein fünfstelliges Preisgeld und zusätzlich dazu noch eine 18.000-Dollar-Wette, geht es überaus heiß her und man muss sich richtig anstrengen, um die CPU-Konkurrenten zu bezwingen.

Weder Arcade noch reine Simulation

Juiced Die Kontrolle über das eigene Fahrzeug ist über Sieg und Niederlage mitentscheidend. Auch in diesem Bereich hebt sich Juiced im Vergleich zur EA- oder Rockstar-Games-Konkurrenz ab. Während die beiden Mitbewerber gänzlich auf eine arcadeorientierte Steuerung setzen, ist die Handhabung der Boliden im THQ-Racer wesentlich realistischer ausgefallen.

Dieser für ein Rennspiel dieser Art doch recht ungewöhnlich stark ausgeprägte Simulationscharakter macht Juiced zu einem Titel, der über längere Zeit hinweg die Aufmerksamkeit des Spielers erfordert. Die Kontrolle einer Dodge Viper GTS oder einer Chevrolet Corvette Stingray benötigt viel Feingefühl und spielerisches Können, sie lassen sich erst nach einiger Eingewöhnungszeit sehr gut fahren.

Trotz allem sind kleine Pannen während eines Rennens nicht zu vermeiden. Kommt man einer Bande viel zu nahe, bleiben die Schäden an den Autos sichtbar. Behält der Spieler seine rücksichtslose Fahrweise bei und erhöht das Maß der Zerstörung, hat das ab einem bestimmten Punkt auch Auswirkungen auf das Fahrverhalten.

So kann es entweder zu einem handfesten Defekt der Lenkung oder zu einem konstanten Lachgas-Verlust kommen. Es besteht zwar die Möglichkeit, diese Beschädigungen nach jedem Rennen wieder rückgängig zu machen, allerdings ist die Rechnung dann auch ziemlich saftig.

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